Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1926-03-01 · Heft 3 (März 1926) · p. Seite 143

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 3 (März 1926)
Article
Die Wiener Juden 1826 - 1926
Date
1926-03-01
Page
Seite 143 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2912821-2912853-2912857-2917100--02894-2917196
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

DIE WIENER JUDEN 1826—1926 143 Ignaz Kuranda 1812—1884 1798—1881 von Hörern um sich scharten. Auch sonst förderte Gut mann die jüdische Wissenschaft. Rege beteiligte er sich, zumal in seiner Stellung als Gemeindepräsident, an allen geistigen Bewegungen innerhalb der Judenheit. Außer vielen anderen Wohlfahrtsanstalten stiftete er ein jüdisches Mädchenwaisenhaus in Wien sowie den — interkonfessionellen — „Philanthropischen Verein", an dem unter anderen auch das Haus Rothschild mitwirkt, dem wir neben anderen Wohlfahrten das Gebäude und die erste Einrichtung des Wiener jüdischen Gemeindespitales verdanken. Gesellschaftliche Mittelpunkte bildeten die Häuser Wertheimst e i n, S c h e y, Fleischl von M a r x o w, in denen ein Ferdinand von Saar, Bauernfeld, Schwind, Lenbach, Laub e, eine Ebner- Eschenbach, Betty Paoli und andere freundschaftlich verkehrten. Auf den „Brettern, die die Welt bedeuten", stellten die Juden ein starkes Kontingent, so Dawison, Sonnent h a 3. Pauli n e Lucca und andere. Brüll, Goldmark, Gr ü nf e 1 d — auch M ahler dürfen wir wohl nennen — erhöhten den Glanz des Wiener „Judentums in der Musik". Nicht unerwähnt bleibe, daß auch die Wiener Operette und Volksmusik, das „Fiakerlied" und anderes, zu ihren Autoren eine Reihe von Juden zählten. Ein Zeichen,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.