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Menorah · 1926-02-01 · Heft 2 (Februar 1926) · p. Seite 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
4 (1926)
Issue
Heft 2 (Februar 1926)
Article
Studie zum Buche Ruth
Date
1926-02-01
Page
Seite 85 (sequence 8)
Language
German
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STUDIE ZUM BUCHE RUTH 85 6. Im Stammbaum des Jeschuah (zum Ganzen vergleiche die ausgezeichneten Ausführungen bei Strack-Billerbeck, „Die Evangelien des Matthäus", erläutert aus Talmud und Midrasch zu Matth. I, sowie Norden: „Die Geburt des Kindes" [passim]; Heinemann: „Messianismus und Mysterienreligion" (in M. G. W. J. 69. Jahrg., 387 IT.) wird (Ev. Math. 1, 3 IT.) folgende Reihe aufgezählt: „Jehuda zeugte den Perez und Serach von Thamar; Perez zeugte Chezron, Chezron den Ram; Ram zeugte Amminadab, Amminadab den Nachschon, Nachschon den Sa Im an, Salman zeugte den Boas von Rah ab, Boas zeugte den öbed von Ruth; Obed zeugte den Jischai, Jischai zeugte den König David." In weiterer Deszendenz dann: ,,Elihud zeugte den Elazar, Elazar den Maitäus, Mattäus den Jaquob, Jaquob den Joseph den Mann der Mirjam, von der geboren wurde Jeschua der Messias." Dementsprechend heißt es dann: (Luc. 3, 32.) „Sohn des Jischai, Sohn des Obed, Sohn des Boas, Sohn des Salmon, Sohn des Nachschon, Sohn des Amminadab usw." An Rah a b hat der Glaube seine rettende Kraft bewahrt, so daß sie, die Buhlerin, nicht dem Verderben anheimfiel. (Hebr. 11, 31.) Ihre Taten rechtfertigen die Kraft des Glaubens. Josephns (Altert. V, 17) erzählt, daß sie Josua mit Grundbesitz beschenkt und in Ehren gehalten habe. Josephus (Altert. V, 1, 2, 7) nennt ihr Haus ein „Gasthaus", nicht Haus einer Buhlerin. Die Geschichte der Rah ab wird in der Allegorik der christlichen Exegeten mit Vorliebe verwertet. Daß Thamar, R a h a b und Ruth im Stammbaum des Jesus erscheinen, ist natürlich kein Zufall; abgesehen von der historischen Abstammungskette bindet diese drei Frauengestalten, die, so grundverschieden sie sind, das Gemeinsame haben, daß sie den Charakter der Urmütter tragen und von der Überlieferung als solche geschildert werden; der Schleier des Mythos wird über sie gebreitet und umgibt sie mit Geheimnis und providentieller Bestimmung für das Schicksal Israels, aus dessen Wurzel der Stifter des Christentums herausgewachsen war. Entstammt er dem Hause Isais und Davids nach der Sage, so ist seine wunderbare Geburt vorausbestimmt durch das Schicksal dieser drei „Urmütter", die seine Vorfahren gewesen sind. Das Wunderkind muß eben von göttlichem Geheimnis umgeben sein (vergl. Jeremias: „Das alte Testament im Lichte des alten Orients", S. 278, 413, 596, 631). „Die Geburt des Sohnes, der die neue Zeit bringen soll, ist im mythologischen Stil

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