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Menorah · 1925-08-01 · Heft 8-9 (August 1925) · p. Seite 172

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
3 (1925)
Issue
Heft 8-9 (August 1925)
Article
Vom jüdischen Kolonisationswerk in Erez Israel
Date
1925-08-01
Page
Seite 172 (sequence 2)
Language
German
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172 MENORAH DIE KOLONIEN DER PICA: MACHANAJIM (MENAHAMIE. GALILÄA) Zusammenbruch standen. Er übernahm, von der Größe der Idee der Palästinakolonisation ergriffen, in freigiebigster Weise die Sorge um die Reorganisation und den Ausbau dieser Siedlungen und viele heute blühende Kolonien preisen ihn mit Recht als ihren Retter. Petach-Tikwah, Rischon le Zion, Sichron Jakob und eine Reihe dem jüdischen Leser nicht so bekannte Siedlungen sind fast ausschließlich mit den Kapitalien gegründet und fundiert worden, die der „Baron" bereitstellte. Die anfänglichen Fehler der Verwaltung, insbesondere das mangelnde Verständnis der Pariser Administratoren für die nationalen Bestrebungen der Siedler führten anfangs zu schweren Mißhelligkeiten und Differenzen. Auch von ökonomischen Krisen blieben die Kolonien, die hauptsächlich die Plantagenwirtschaft betrieben, nicht verschont. Die üblen Erfahrungen mit der eigenen Administration veranlaßten Rothschild, die Kolonien in die Verwaltung der „Ica" (der von Baron Hirsch gegründeten jüdischen IColonisationsgesellschaft für Argentinien) zu übergeben. Im Jahre 1923 wurde jedoch zur Verwaltung der palästinensischen Kolonien, die früher der ,,Ica" unterstanden, von Rothschild eine eigene Gesellschaft, die ,,Pica", gegründet. Die seither neu angelegten Kolonien, unter ihnen die bekannteste Benjamina, beruhen auf dem Grundsatze, nur in Palästina selbst landwirtschaftlich geschulte Menschen als selbstarbeitende Bauern seßhaft zu machen, gleichzeitig aber die Dorfgemeinde in genossenschaftlicher Form zusammenzufassen, um ihr die Möglichkeit zu geben, die Vorteile der modernen landwirtschaftlichen Methoden auch für die einzelnen kleinen Betriebe auszunützen. Dieses Bestreben führte die „Pica" zur Begründung der „Grands Moulins de Palestine", welche den Siedlern ihrer eigenen, wie auch denen der anderen palästinensischen Kolonien die Möglichkeit gibt, ihre Getreideernte gegen Ablieferung eines Teiles derselben zu dem für den Eigenbedarf notwendigen Mehle zu vermählen. Die „Pica" ist die einzige jüdische Gesellschaft, welcher bisher von der palästinensischen Landesverwaltung wüster Boden (die Dünen von Kabarra) zur Urbarmachung überlassen wurde. Von der Beliebtheit, der sich der Baron bei der palästinensischen Bevölkerung erfreut, gibt sein seit Jahren erwarteter Besuch im Lande Zeugnis, der im Frühjahr dieses Jahres erfolgte und in Stadt und Land begeisterte Kundgebungen für die hochverdiente Persönlichkeit auslöste. II. DIE KOLONISATIONSARBEIT DER ZIONISTISCHEN FONDS Die wirtschaftlichen und vielfach auch politischen Voraussetzungen für den heutigen Umfang der zionistischen Kolonisation wurden von den beiden großen Fonds der zionistischen Bewegung geschaffen, dem Keren Kajemeth (Jüdischer Nationalfonds) und Keren Hajessod (Palästinaaufbaufonds). Der ältere von beiden ist der Keren Kajemeth, der 1901 gegründet wurde. Er war der Stützpunkt der zionistischen Bewegung, als sie nach der politischen Umwälzung in der Türkei von dem Herzischen Plane der Massensiedlung Abstand nehmen mußte und das von Privaten begonnene Werk der Kleinkolonisation fortzusetzen sich entschloß. Die meisten zionistischen Kolonien siedeln heute auf seinem Boden. Sein ländliches und städtisches Areal umfaßt heute zirka 20.000 ha. Der Jüdische Nationalfonds „erwirbt nicht nur Grund und Boden in Palästina als unveräußerlichen Besitz des jüdischen Volkes", sondern er verwendete auch große Kapitalien zur Assanierung (Entsumpfung und Bewässerung) seiner Besitzungen und zur Aufforstung des Landes. Eine Zeitlang — insbesondere vor der Gründung des Keren Hajessod — mußte der Nationalfonds auch für den Häuserbau in seinen Kolonien sorgen und das Budget der ersten Ansiedlung decken. Heute fallen diese Arbeiten (mit Ausnahme eben des Bodenerwerbes) in den Arbeitskreis des Keren Hajessod, der als zentraler zionistischer Kolonisationsfonds im Jahre 1920 gegründet wurde. Bisher sind zirka zwei Millionen Pfund unter den Juden aller Länder für seine Zwecke aufgebracht worden. Da die Arbeit des Keren Hajessod so gedacht war, daß er den gesamten Aufbau des Landes finanzieren sollte, werden seine Mittel zur DIE KOLONIEN DER PICA: SALZGEWINNUNG IN ATHLIT

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