Mannheim
Compact Memory

Menorah · 1925-08-01 · Heft 8-9 (August 1925) · p. Seite 171

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Menorah
Volume
3 (1925)
Issue
Heft 8-9 (August 1925)
Article
Vom jüdischen Kolonisationswerk in Erez Israel
Date
1925-08-01
Page
Seite 171 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2912821-2912840-2912849-2916053--02120-2916157
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

MEN O R AH Illvxtkierte Monatjtchrift FVblDie Jvdis-cheEAmilie WTJEfT'- P RAN KFVRT a.M. III. JAHRGANG AUGUST/SEPTEMBER 1925 NR. 8,9 Vo m jüdischen Kolonisationswerk in Erez Israel Zwei Katastrophen in der neueren Geschichte des Judentums sind mit dem Aufbau des jüdischen Palästina untrennbar verknüpft. Die Vertreibung der Juden aus Spanien im 15. Jahrhundert veranlaßte viele Familien in der alten Heimat Zuflucht zu suchen. Zwischen den Trümmern entstand eine Reihe von Gemeinden, deren Schulen bald zu hoher Blüte gelangten und Jünger aus aller Welt anzogen. Seither kamen durch Jahrhunderte von überall fromme Alte nach dem Lande der Väter, um dort den Lebensabend beim Thora-Studium zu verbringen. Ihnen den Lebensunterhalt zu sichern, galt der gesamten in der Galuth lebenden Judenheit als religiöses Gebot. Als in den Achtzigerjahren des vorigen Jahrhunderts in Rußland die Judenausweisungen und Pogrome begannen, zeitigte dieses Unglück, das über den Hauptteil der Judenheit hereinbrach, eine neue Epoche in der jüdischen Kolonisation Palästinas. Durch die Verfolgungen bedrückt, verließen viele jüdische Intellektuelle den russischen Boden, um in Palästina das Ideal der nationalen Regeneration des jüdischen Volkes zu verwirklichen. Diese Immigranten wollten nicht mehr im Gebete allein Zion erflehen. Im Geiste alter jüdischer Tradition suchten sie durch hartnäckige Bauernarbeit die verlorene Erde der Ahnen neu zu erobern. Auf diesen ersten Pionieren (Bilu genannt) und ihren unmittelbaren Nachfolgern fußt die landwirtschaftliche Kolonisation Palästinas, die seit dem Erstarken des Zionismus immer neue Stützpunkte im Lande geschaffen hat. Seitdem durch die Balfour-Deklaration und das Mandat des Völkerbundes auch die völkerrechtliche Grundlage für die jüdische Kolonisation geschaffen wurde, kommt ein immer steigender Strom von Einwanderern ins Land, die mit werktätiger Hilfe fast der gesamten Judenheit heute darangehen, das alte Wort wahrzumachen und der lange verlassenen Erde durch jüdischen Schweiß die biblische Fruchtbarkeit zurückzugeben. Die Arbeit weniger Jahrzehnte hat in Palästina eine Reihe landwirtschaftlicher Kolonien und städtischer Gemeinwesen entstehen lassen, die dank ihrer tüchtigen, schaffenden Bevölkerung den Keim für die normale Entwicklung eines staatlichen Gebildes in sich bergen. Wir wollen unseren Lesern, ohne auf Vollständigkeit Anspruch zu erheben, ein kurzes Bild über die verschiedenen Arten der Kolonisation und ihrer Methoden, die heute Erez: Israel dem jüdischen Volke zurückgewinnen wollen, geben.;•_ j^*£?&m BARON EDMOND DE ROTHSCHILD DIE KOLONISATION DER „PICA" (PALESTIN E JEWISH COLONISATION ASSOCIATION) Die Arbeit Edmund von Rothschilds, d< von den Kolonien Palästinas genannt wird, > „Barons", wie ev setzte in Palästina in der Hauptsache erst ein, als die von der „Bilu" gegründeten Kolonien infolge der unvorhergesehenen Schwierigkeiten vor dem DIE KOLONIEN DER RICA: METULLAH (GALILÄA)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.