Menorah
- Journal
- Menorah
- Volume
- 3 (1925)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1925)
- Article
- Der Kampf um den Besitz Palästinas in ältester Zeit
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 29 (sequence 3)
- Language
- German
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MENORAH 29 DIE SIEGESSTELE NARAM-S1NS. KÖNIG VON AKKAD ('J750 V. D. G. Z.); l.ouvr«. Paris welche, von der syrisch-arabischen Steppe heraufziehend, Palästina überfluteten. Vor hier strebten sie weiter nach Osten, fanden aber an Sargon von Agade ihren Meister. Indem sie auf ihren Wanderungen nach Süden bis ins östliche Nildelta vordrangen, bedrohten sie die Interessensphäre Ägyptens. Pepi L, der der auswärtigen Politik mehr als irgend einer seiner Vorgänger seine Aufmerksamkeit widmete, sandte (ca. 2550) seinen Günstling und Feldherrn Una gegen die „Heriuscha", d. h. Sandwanderer, wie die Ägypter die nomadisierenden Nachbarn spöttisch zu nennen pflegten. Dieser Feldzug bedeutet das erste genauer datierbare Eindringen ägyptischer Truppen nach Palästina. Una sammelte, wie er in seinem Bericht überliefert, ein Heer von vielen Zehntausenden, zu dem alle Teile des Reiches, einschließlich der Neger, ihre Kontingente gestellt hatten. In fünf Kriegszügen drang er über die Sinaihalbinsel hinaus bis in das Kulturland Palästinas und kehrte erst mit seinem Heere heim, „nachdem es das Land der Sandbewohner zerstört hatte, nachdem es seine Festungen niedergeworfen hatte, nachdem es seine Feigenbäume und Weinstöcke umgehauen hatte, nachdem es dort Krieger zu vielen Zehntausenden erschlagen hatte, nachdem es eine geführt hatte)." große Menge davon als Gefangene (fort- Ein sechster, gleichfalls erfolgreicher Zug, den Una zur See unternommen hatte, führte ihn gar bis ins „Land der Gazellennase", d. h. bis in die Gegend des Karmel. Die Feldzüge Pepis I. (6. Dynastie) haben so wenig wie die seiner Vorgänger eine wirkliche Unterwerfung Palästinas und der phönizischen Küste zur Folge gehabt. Noch weniger gelang es im Lauf der folgenden Dynastien (7.—10.), zumal sie eine Periode innerer Schwäche und Unordnung waren. Für die ganze Dauer des Alten Reiches überhaupt ist die babylonische Vorherrschaft in diesen Gegenden geschichtlich feststehende Tatsache. Der Anspruch auf ihren Besitz ist gleichwohl seitens der Pharaonen nie aufgegeben worden. Sobald daher mit dem Beginn des Mittleren Reiches (11. Dynastie, ca. 2160) geordnete Verhältnisse im Staate eintraten, wurden die auf Palästina gerichteten Bestrebungen mit großem Eifer wieder aufgenommen. Dies gilt besonders von den Königen der 12. Dynastie, die überhaupt bemüht waren, die Machtstellung der alten Pharaonen wiederzugewinnen. Ihr Begründer Amenemhet I. (2000 bis 1970), der tatkräftige Reorganisator des Landes, und sein Mitregent und Nachfolger Sesostris I. (1980 —1935) unternahmen