Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 9 (1933-1934)
- Issue
- Heft 1 (April 1933)
- Article
- Über die Abstammung der Juden
- Date
- 1933-04-01
- Page
- 17 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Ober die Abstammung der Juden oben auseinandergesetzt haben, esigt, daß eine solche Kluft gar nicht bestehen, kann. Erstens sind die beiden Hauptzweige des Judentums, die Aschkenasim und d^e Sephirdim, durch massenhafte Aufnahme von Proselyten stark europäisiert; zweitens sind ihre asiatischen Rassenbestandteile, der vorderasiatische und der orientalische, nicht grundsätzlich fremd den europaischen Rassen. B£e Unterschiede zwischen der den Balkan und auch das Donau- Becken bewohnenden dinarischen?*nd der vorderasiatischen Rasse sind so gering, daß viele Anthropologen die erste als eine besondere Rasse überhaupt nicht anerkennen wollen. Aber auch die alpine Rasse ist von der vorderasiatischen nicht grundverschieden. Die orientalische" Rasse unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der mittelländischen, die in Spanien, Süd-Italien, auf dem Peloponnes und auf den Inseln des Mittelmeeres vorherrscht. In den nördlichen Ländern Europas ist jedoch der rassenmäßige Unterschied zwischen den Juden und der sie umgebenden Bevölkerung bedeutend; das ist aber kein Gegensatz zwischen Europa und Asien. Li Mitteleuropa sind die Unterschiede schon wesentlich kleiner, und auf den südeuropäischen Halbinseln ganz unbedeutend. Überall werden die Juden nicht so sehr als Renschen einer spezifischen Rasse, sondern vielmehr als Menschen einer spezifischen Kultur und eines besonderen Habitus, der bei ihnen unter dem Druck des Gheltolebens (nicht nur im räumlichen, sondern auch im weiteren Sinn dieses Wortes) entstanden ist, erkannt Stark assimilierte Juden bilden nur noch eine kleine Minorität, und sie sind es nur in den ersten Generationen. Man braucht kein Lamarckist zu sein, um zu behaupten, daß ein Habitus, der in 5o Generationen entstanden ist, in 2—3 Generationen nicht gänzlich verwischt werden kann. Nun entsteht die Frage, ob die Zusammenarbeit von Gruppen verschiedener rassenmäßiger Gestaltung im Rahmen desselben Staates und derselben Kultur fruchtbar sein kann. Auf diese Frage hat die Gesclüchte schon lange eine Antwort gegeben. Alle Völker, die jetzt die führende Rolle spielen, sind von sehr gemischter Rasse, dabei ist ihr Erbgut im Räume noch keineswegs ausgeglichen. Rassenrein sind nur die Papua auf Neu-Guinea; außer Menschenfresserei sind aber keine ihrer Kulturleistungen bekannt. Die Geschichte spricht auch entschieden dagegen, daß es eine Rangliste von Rassen gäbe. Wäre es so, so müßte durch die ganze Geschichte diese von Gott begnadete Rasse führend bleiben. Das ist aber nicht der Fall gewesen. Die Grundlagen der modernen Kultur wurden außerhalb Europas von Völkern orientalischer und vorderasiatischer Rasse geschaffen.- Dann nimmt die medi- 2 17