Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 9 (1933-1934)
- Issue
- Heft 1 (April 1933)
- Article
- Über die Abstammung der Juden
- Date
- 1933-04-01
- Page
- 16 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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B. Brutiiu* von Ehebruch, von Vergewaltigungen sich ändern. Nun müssen wir eine solche Kelnun? mit voller Entschiedenheit ablehnen. Proselytismus und die mit ihm verbürgen Mischehen sind der einzige Weg, auf dem das Erbgut der Juden geändert werden konnte. Ehebruch und Vergewaltigung sind zufällige, seltene Erscheinungen, die niemals auf das Erbgut einer einmal in Hunderttäusendcn, jetzt Milizen zählenden Menschengruppe einwirken konnte. Und so kommt Fishbexg zum Schluß daß die Juden so wenig eine ethnische Einheit bilden *ie die Christen und Mohammedaner. Er konfrontiert die Aschkenasim, die Sephardim, die kaukasischen Juden; und dem Leser wird klar, daß wir es hier keineswegs mit einer ethnischen Einheit zu tun haben. Fi^LLerg hat aber die Bedeutung der Tatsache, daß die Juden seit tausend Jahren keine Proseiyten mehr in sich aufgenommen haben, nicht richtig zu würdigen versiaiiuen. Diese Tatsache war aber gei-au« für die ethnische Konsolidierung der großen jüdischen Gruppen, v.ie die Aschkenasim.. die Sephardim es sind, entscheidend. Den Deutschen, den Franzosen, den Engländern stand zu demselben Zweck keine längere Periode zur Verfügung. Wir könnten sogar sagen, daß die Juden dank ihrer großen Beweglichkeit viel mehr im Raum rassenmäßig ausgeglichen sind als die bodenständigen Völker. Die Deutschen im Norden und im Süden ihres Landes, die Franzosen im Norden, in der Mitte und im Süden, die Italiener im Norden und im Süden weisen viel größere rassenmäßige Unterschiede auf als die asenkenasisehen Juden der ungeheuren Fläche, auf der sie zerstreut sind. Wenn wir aber die Aschkenasim mit den Sephardim zusammenwerfen, so treffen wir trotz dem gemeinsamen Einschlag orientalischen Blutes, den diese beiden Gruppen besitzen, schon auf bedeutende anthropologische Unterschiede; aber die rassenmäßigen Unterschiede der oben erwähnten Völker in verschiedenen Provinzen ihrer Länder sind auch nicht gering. Eine jüdische Rasse im anthropologischen Sinn gibt es so wenig wie es eine deutsche oder französische Rasse gibt. Aber wenn wir die .Aschkenasim oder Sephardim einzeln betrachten, so muß .lerkannt werden, daß sie konstante eigentümliche Rassengemische darstellen, — keineswegs weniger einheitliche als die Franzosen oder die Deutschen. Die antisemitisch gesinnten Rassen forscher behaupten, daß es eine unüberbrückbare Kluft zwischen den Völkern Europas und den Juden gäbe, da sie aus grundverschiedenen Rassenelementen sich zusammensetzen, und daß diese Kluft eine friedliche Zusammenarbeit unmöglich mache. Das, was wir 16