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Der Morgen · 1933-04-01 · Heft 1 (April 1933) · p. 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
9 (1933-1934)
Issue
Heft 1 (April 1933)
Article
Über die Abstammung der Juden
Date
1933-04-01
Page
18 (sequence 16)
Language
German
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B. Brutzkus terrane Rasse die führende Rolle ein. Ihr folgt die alpine, und erst in dea letzten Jahrhunderten ging die führende Rolle an die Völker der nordischen Rasse über. Im Zeitalter Piatos und Aristoteles konnte kein Mensch annehmen, daß die Nachkommen der wilden blonden Barbaren im Norden das Erbe dieser großen Männer übernehmen und es so glänzend entwickeln werden. Und deswegen dürfen wir auch nicht voraussagen, welche Rasse nach 5oo Jahren führend sein wird. Noch vor unseren Augen haben die Japaner ganz unerwartet ungeheure Leistungen hervorgebracht. Alle Rassen sind kulturfähig und haben auch unter gewissen Bedingungen große Leistungen vollbracht. Auch die amerikanischen Indianer haben einmal die großen Reiche der Inka, der Maja, der Azteken organisiert. Man kann dabei zugeben, daß gewisse Rassen mehr geeignet sind, gewisse Spitzenleistungen hervorzubringen. Gerade daraus ist zu folgern, daß eine reiche vielseitige Kultur die Zusammenarbeit von vielen Rassen erfordert. Deutschland ist bekanntlich auf dem Gebiete der Musik führend. Andererseits sprechen alle Tatsachen dafür, daß die so viel verherrlichte nordische Rasse keine großen musikalischen Begabungen besitzt. Um wieviel ärmer wäre das Geistesleben des deutschen Volkes, wenn die von den Rassenlheoretikern so viel geschmähte alpine Rasse den Deutschen ihre genialen, unvergleichlichen Tonsetzer nicht gegeben hätte und wenn die Mitarbeit der noch mehr geschmähten talentvollen Juden die schwungvolle Vorführung ihrer Werke nicht sicherte? Die Rassentheorien haben mit der wissenschaftlichen Erforschung dessen, was man die Judenfrage nennt, kaum etwas zu tun. Die Juden sind ebenso wenig wie die anderen Kulturvölker eine spezifische Rasse. In psychologischer Hinsicht sind sie aber eigentümlich. Diese ihre psychologische Eigentümlichkeit kann aber anthropologisch nicht begründet werden. Sie besteht nicht deshalb, weil die Juden diese oder jene Rassenbestandteile aufweisen. Auf der Grundlage derselben Rassenbestandteile hätte auch ein ganz anderer psychologischer Typ gezüchtet werden können. Wir haben hier eine einzig in der Weltgeschichte darstehende, 2V2 tausend Jahre dauernde Auslese von solchen psychologischen Typen, die für die Innehaltung einer Lehre, einer Religion geeignet waren. Es muß eine spezifische Gemütsrichlung da sein, um die mosaische Religion, die eine so strenge innere Disziplin erfordert, einzuhalten. Es muß eine große Willenskraft und eine große Opferwilligkeit für geistige Güter vorhanden sein, um das Verharren im Judentum möglich zu machen. Man muß auch gewisse Begabungen besitzen, um im Kampf für das Dasein, der für 18

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