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Der Morgen · 1928-02-01 · Heft 6 (Februar 1928) · p. 628

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Journal
Der Morgen
Volume
3 (1927-1928)
Issue
Heft 6 (Februar 1928)
Article
Bodenrecht und Bibel
Date
1928-02-01
Page
628 (sequence 9)
Language
German
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M. A. Loeb Diese Bestimmungen, die zunächst für die Städte der Leviten getroffen sind, galten nach der Tradition für alle Städte Palästinas. Daß sie nicht unausgeführt blieben, ergibt sich aus dem genauen Bericht in Josua, Kap. 21, wo bei der Zuteilung der Städte an die Leviten auch die Zuteilung der Außenbezirke ausführlich erwähnt wird. Bei Einhaltung dieses Gesetzes war ein Anwachsen der Städte ausgeschlossen, da jede der drei Flächen — Stadt, Migrosch und Außenfläche — nur ihrer ursprünglichen Bestimmung dienen durfte (Erachin 33 b). Bei* einer Vermehrung der städtischen Bevölkerung blieb mithin als einziger Ausweg die Gründung von Tochterstädten, wie dies auch tatsächlich geschehen zu sein scheint (Josua 17, 15). So konnte auch für die Stadtbewohner das biblische Ideal „Jeder unter seinem Weinstock, jeder unter seinem Feigenbaum" zur Verwirklichung gelangen. Ebenezer Howard, der neuzeitliche Initiator der Gartenstadt, hätte also seinem bekannten Buch „Garden Cities of To-Morrow" auch den Untertitel „Garden Gties in former times" beifügen können. in. Es liegt hier also der besondere Fall vor, daß eine Bewegung, die, wenn sie auch noch in ihren Anfängen steht, doch nach dem Umfange, den sie bereits jetzt gewonnen hat, berufen erscheint, umwälzend in das soziale und wirtschaftliche Gefüge einer Reihe unserer Kulturstaaten einzugreifen, sich in ihrem geistigen Ursprünge auf die Bibel zurückführen läßt Es geht das nicht nur aus dem Zusammenhang der grundlegenden Schriften der Bodenreform mit den Anschauungen der Bibel hervor; ein Gleiches lehrt uns ein Blick auf die Reihen der Männer, die für diese neue Lehre eintraten. Neben Henry George sehen wir den katholischen Pater Mac Glynn, dem der Papst, als er von katholischer Seite angegriffen wurde, bescheinigt, daß seine Lehre mit der Bibel durchaus im Einklang stehe. Aus der Gegenwart wären u. a. zu nennen: der päpstliche Geheimkämmerer Mosterts* Generalpräses des Verbandes katholischer Jugendvereine, ferner Dr. Eugen Jaeger, Mitglied des Reichstages, bis zu seinem vor Jahresfrist erfolgten Tode Führer des pfälzischen Zentrums, der Kardinal-Erzbischof von B e t - tinger, aus Ungarn der Bischof Prohasca usw. Im protestantischen Lager treffen wir auf bekannte Namen wie: Friedrich Naumann, 628

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