Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 3 (1927-1928)
- Issue
- Heft 1 (April 1927)
- Article
- Der Psalter
- Date
- 1927-04-01
- Page
- 34 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2895450-2895467-2895469-2897644--01720-2897710- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rudolf Hallo II. Psalm 42 und 43 gehen auf die Suche nach Gott, die Psalmen 46 und 47 werden stark in der Zuversicht, und deshalb weitherzig bis hinaus auf alle Völker. 5o und 5i wissen von dem neuen Geist, und 52, 56 und 5-] verleihen der einzelnen Sündigkeit, dem einzelnen Sünder und der Hoffnung des Einzelnen Ausdruck. Mit Psalm 65 tritt zuerst die Natur in den Gesichtskreis des Psalmisten. III. Psalm 75, 77 und 81 erfassen in voller Breite die geschaffene Natur, 78 und 79 ziehen Jerusalem und die Geschichte in die Bewegung hinein. Der Atem des über seine Person Hinausgehobenen geht freier und in 84 bis 86 stehen daher die großen Gebete. 89 verkoppelt Natur und Not IV. Beginnend 90 mit dem Lied Mosis, bezieht dies Buch zuerst die Natur auf den Menschen, 90 und 92, dann die Natur auf Gott, 93; 95—97 findet alles Kreatürliche in ihm den Schöpfer, io4—106 wird dieser Schöpfergedanke vertieft und von der Natur auf die Geschichte und das Menschengeschlecht ausgedehnt Mitten darin, in 94, ein Absturz in den alten Gegensatz vom Gerechten und Ungerechten, in 102 und io3 die Erniedrigung und das Aufraffen zum: Lobe den Herrn. V. 108 Dank der Erlösten. Aus der Hilfe Gottes kommt der Mut Krieg, Fluch und Triumph sind seine Spuren, 108, 109, 110. Und auf den Triumph folgt 111 die Umwendung: Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang. 113, n4 neu ansetzender Jubel. n5 die tiefste Reinigung (nicht uns, Herr, sondern Dir die Ehre) 116, 118 Dank, Dank und wieder Dank. 119 die zwischen Dank- und Vertrauens-Lieder (121) eingeschlossene große Litanei der Rechte und Gebote, wenn man will das Deuteronomium des Psalters. 124 reinere Anbetung, 126 sanfteste Hoffnung (wenn der Herr die Gefangenen Zions erlöst) daneben 127 die scheue Gewähr (wo der Herr nicht baut, ist alles umsonst) 128—133 anwachsende Segensfülle, Bitten und Dank, i34—136 ein großes Hallelujah, 137 schroff daneben die völlige Verlassenheit (an den Wassern zu Babylon saßen wir und weinten) 139, i4o die restlose Entblößung des menschlichen Herzens bis zur Offenlegung seines Rachedurstes — die Gewalt der Übergänge, die ungewöhnliche Fülle der Gedanken, der Reichtum der Empfindungen lassen vermuten, daß die Mehrzahl der i5o Psalmen von wenigen gnadenvollen „Sängern" stammt — 143 die Überantwortung in das Gericht Gottes, i44 die Erniedrigung, i45—i5o der weiter und immer 34