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Der Morgen · 1927-02-01 · Heft 6 (Februar 1927) · p. 574

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Morgen
Volume
2 (1926-1927)
Issue
Heft 6 (Februar 1927)
Article
Einführungen in das erste Buch Mose
Date
1927-02-01
Page
574 (sequence 11)
Language
German
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B.Jacob gerichtet hat So erhält denn dieser Knabe einen Namen, der den ganzen Jubel wiedergeben soll, mit dem er empfangen worden ist: nämlich eben den Namen Jubel, Jauchzen, Freude, Lachen, denn dies besagt der Name Isaak. So war bereits früher bestimmt worden, so nennt ihn der Vater, danach stimmt die Mutter, der in ihrem Glücke Gott und die ganze Welt „entgegenlacht", ein Jubellied an. Selbst der Erzähler wird bei diesem Ereignis zum Dichter. „Und der Herr gedachte der Sara, wie er gesprochen — und es tat der Herr der Sara, wie er geredet" In dieser scheinbar überflüssigen Häufung schimmert ein alter prophetisch - rhythmischer Lobpreis Gottes durch, als dessen, der „spricht und tut — verheißt und vollbringt". Mit Absicht ist das Wort „gedachte" gewählt Es ist das Stichwort der verheißenen Erlösung Israels aus Ägypten nach langer Prüfung durch Knechtschaft Was für Israel in Ägypten das Erscheinen des Retters, ist am Anfang seiner Geschichte das des ersten Erben. Gott vergißt nicht An dem Tage, da der Knabe entwöhnt wird, also etwa mit dem Ablauf des zweiten Jahres, gibt Abraham ein großes Festmahl. Man glaubt gewöhnlich, daß dies einer allgemeinen Sitte entsprochen habe. Aber dann müßte sich davon irgendeine Spur erhalten haben, was im Judentum wenigstens nicht der Fall ist Fälschlich führt man das Beispiel Samuels an, mit dessen Entwöhnung vielmehr die angelobte Übergabe an das Heiligtum gefeiert wird. Was man bis auf den heutigen Tag immer gefeiert hat, ist das Fest der Aufnahme in den Abrahamsbund (Berit mila). Jenes Fest der Entwöhnung veranstaltet Abraham aus Rücksicht auf die hohen fremden Gäste, die er einladen will, vor allem des Königs Abimelech. Es dünkte ihm nicht schicklich, den Philister zu einem Fest der Beschneidung zu laden. An dieses Fest knüpfen sich zwei Ereignisse. Sara verlangt, daß Abraham die Magd Hagar mit ihrem Sohne Ismael aus dem Hause schicke, und Abraham fügt sich, wenn auch widerstrebend, ihrem Wunsche. Man hat darin eine Grausamkeit gesehen, aber mit Unrecht. Die Ägypterin Hagar war nicht mehr als eine fremdländische Sklavin Saras. Ihre Herrin hätte sie zu lebenslänglichem Dienste zwingen können. Die Entsendung ist also eine Freilassung und als solche eine Wohltat Freilich hat es Sara nicht darauf, sondern auf die Entfernung Ismaels abgesehen, aber sein Betragen rechtfertigte den Schritt Auch er hatte sich „gefreut", d. h. ein frivoles Gebahren an den Tag gelegt oder hämisch triumphiert und damit geprahlt, der früher geborene Sohn Abrahams, also der wahre Erbe zu sein, mit welcher Überhebung er in die Fußtapfen seiner 574

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