Der Morgen
- Journal
- Der Morgen
- Volume
- 1 (1925-1926)
- Issue
- Heft 6 (Februar 1926)
- Article
- Statistik der Juden in Hessen
- Date
- 1926-02-01
- Page
- 660 (sequence 3)
- Language
- German
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Otto Melier Dieser Rückgang verteilt sich fast auf alle Gemeindan. Nur in wenigen ist die Zahl der Juden seit 1910 gestiegen, so in: 3ad-Nauheim von 164 auf 290 Gedern von 136 auf 146 Groß-Gerau „ 140 „ 161 Lauterbach „ 115 „ 139 Neu-Isenburg „ 73 „ 152 Heppenheim „ 115 „ 124 la neun Gemeinden, in denen 1910 überhaupt keine Juden gezählt wurden» waren 1925 solche vorhanden. Dafür waren 38 Gemeinden, die 1910 noch Juden aufwiesen, 1925 ohne Juden. Darunter sind ohne Zweifel viele, in denen 1910 Juden zufällig ortsanwesend, aber nicht seßhaft waren. Die Zahl der Gemeinden mit 1 oder 2 Juden betrug 1910 genau 38. Die Zahl der Gemeinden mit Juden betrug demnach 1925 nur noch 3Ö2 gegen 38i in 1910. 1925 1910 Gemeinden mit bis zu 10 Juden gab es 115 122 11—50 153 163 51—100 62 63 „ 101—500 16 27 „ 501—2000 5 4 über 2000 1 2 Die Zahl der Gemeinden mit über 100 Juden beträgt also nur 22. Es sind dies alles Orte mit über 2000 Einwohnern, mit Ausnahme von Heldenbergen (1720 Einw.), und zwar außer den 6 oben angeführten noch folgende: 1925 1910 1925 1910 Mainz 2738 2931 Alsfeld 216 252 Offenbach 1682 2361 Dieburg 175 175 Darmstadt 1646 1998 Seligenstadt 172 196 Worms 1194 1281 Bensheim 150 160 Gießen 1047 1035 Büdingen 148 151 Bingen 501 601 Reichelsheim i O. 121 148 Friedberg 380 491 Heldenbergen 108 120 Alzey 237 320 Beerfelden 106 120 Die Gegenüberstellung der Ergebnisse von 1910 und 1925 zeigt, daß die Abnahme nicht überall gleich groß war. Besonders stark war sie in der Stadt Offenbach mit 28,80/0. In Darmstadt betrug sie 17,60/0, in Mainz und Worms nur 6,60/0 und 5,8o/o, in Gießen sogar nur 1,70/0. 660