Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 64 (1920)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Wesen und Bedeutung des Dagesch, insbesondere des Dagesch euphonicum
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2829132-2829897-2829901-2895223--44031-2895280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
202 Wesen und Bedeutung des Dagesch,insbesondere des Dagesch euphonicum. Prädikat נאלל scheidet: ״Wer ist — wie du — geschmückt mit Heiligkeit?“ So ist auch 5 כשית M 32,15 mit Dagesch versehen; dieses trennt dieses Zeitwort von dem vorhergehenden, wie ein Komma. Ebenso muß תלאלי Job 5,2: ein Dagesch im ת erhalten zur Trennung von dem vorhergehenden Bedingungssatz: ״Richten wir ein Wort an dich, wird es dich verdrießen?“ In Nr. 6 und 7 dient das Dagesch zur Erleichterung der Aussprache. Es sollen beide Silben gleichmäßig gesprochen werden, nicht כךכל und auch nicht 3ךלל, wie in manchen Ausgaben steht. Ebenso, erleichtert das Dagesch in Nr, 8 die Aussprache, denn die Aspirata ל und ת sind so nahverwandt, wie das weiche englische th und das harte. Aus diesem Grunde hat auch ל in 1 לחלוית Sam. 14,15 Dagesch lene. — In der Mm zu Dan. 5,11 werden 18 Stellen aufgezählt, wo nicht nur בגלבפת sondern auch andere nichtgutturale Consonanten gegen die Regel nach verbindendem Akzent dageschiert werden, darunter מי כמוך Ps. 35,10, wo aber כ ohne Dagesch sein muß, s. מ״ש z. St. Es sind da heterogene Dinge zusammen gestellt. Andere Grammatiker haben nur 7 gefunden und nennen sie אונילה d. h. ״was peinlich, unangenehm anzuhören wäre“, von und ^1, eigentlich: einem eine übelschmeckende Medizin geben; in übertragener Bedeutung: ihn etwas hören lassen, was ihm zuwider ist (weil es gegen die Regel verstößt). Kehren wir nach dieser Abschweifung zum Dagesch euphonicum in unbetonter Silbe zurück. Ein solches begegnet uns häufig nach a, i und u. פתח steht in der Regel in geschlossener und in geschärfter Silbe; in offener Silbe, wie gesagt, nur in ganz bestimmten Fällen: im Suffix ־=־ ל, vor י im Dual ים ~ und in Wörtern wie בית עין u. dergl., vor Gutturalen und Schwa mobile. Gelangt es aber bei der Ab- Wandlung in eine offene Silbe, so wird es entweder zu קמץ verlängert, wie אבחנן* אבחן .מצותי מצות oder durch Dagesch euphonicum geschärft, wie גמלים;מכמים זמנם .הךכים אגמים תלתלים'מחעזכים *מחמדים צצפים עוענה רעננים כןטנים עזפניס