Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 64 (1920)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Ortsnamenkunde Palästinas
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Ortsnamenkunde Palästinas. 189 ist aus Palästina nach Nahardea ausgewandert und weiß über eine wichtige Entscheidung des Rabban Gamliel I noch von Palästina aus zu berichten^). Saphir* 2) hat vielleicht mit Recht בית דלי mit Däiijet al-Karmai verglichen. גלחי soll nach b. Nidda 69a ein ehemaliger Ort im Gebiete Sodoms gewesen sein3). An welchen Ort mochten die Agadisten gedacht haben? Ist es vielleicht nur ein Spitzname? גליא ist die Heimat des Tannaiten R. Menahem איש 3ליא und des Amora’s R. Judan4). Man hat den Namen mit FaXXaia bei Eusebius Onom. 72,7 verglichen. Dies lag in der Nähe von "Ekrön. גליא scheint ein galiläischer Ort zu sein. דוקים jer. rAboda zara I, 2 (39 c, 28) wird טקסים — wie der Zusammenhang lehrt — das kultische Fest von דוקים genannt. Da es neben Cäsarea (am Meere) erscheint, wird man wohl nicht an dcoz bei Jeriliö (I. Mak. 16,15) denken dürfen5).' Vielleicht dürfte eher Bet Dukka, ג) Die Entscheidung bezieht sich auf die Verheiratung der in תל אדלה Gefallenen. Dies ist keinesfalls das biblische תל חרשא (Ezra 2,59, Neh. 7,61, LXX, SzXvpact), d*.ארז ־=) ארזה) nicht mit חרשא (Wald) identisch ist. Ich vermute, daß es sich um die Kämpfe von Anilaj und Asinaj handelt, über die Josephus Ant. XVIII, 9,1—9 berichtet. Die'Zeit ist die vo!1 R. Gamliel I. (s. Grätz, III5, 372) und der Schauplatz der Kämpfe: die Gegend von Nahardea., Dort ist daher תל ארזה zu suchen. 2) האר׳ץ No. 1777. 3) S. fAruch גלחי und Sanhedrin 109 a, wo das Gleiche über סדום gesagt wird (s. Hirschens.ohn 92 שבע חכמות). 4) S. meine Notiz in ZDPV, 1910, S. 32. 5) Nach den Mitteilungen in Zeitungen (vgl. ״Jüdische Rundschau“ — Berlin, Nr. 78 vom 7. XL 1919) wurde während der letzten Kämpfe in Palästina die hebräisch-aramäische Mosaikinschrift einer Synagoge bei eAin Dük: endeckt, die die Existenz einer jüdischen Gemeinde an diesem Orte bezeugt. Nachtrag: Der Inschrift habe ich in meinem, soeben erschienenen מ Jüdisch-palästinisches Corpus Xnscriptionum0 (R. Löwit, Wien — Berlin) S. 69 ff. naitgeteilt und besprochen.