Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 64 (1920)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Ortsnamenkunde Palästinas
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 7)
- Language
- German
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187 Zur Ortsnamenkunde Palästinas. Ö und מ graphisch sehr nahe stehen und in Handschriften oft verwechselt werden, braucht kaum he rvo! gehoben zu werden. Der Ork ist jedenfalls im Süden Palästinas zu suchen. Da wird nun bei Eusebius und bei anderen Schriftstellern ein Ort Namens MufHpts oder Mwp in Idumäa genannt, der mit dem heutigen Chirbet ei־ Meschasch, 15 km. östl. von Beer Scheb'a, gleich־ gesetzt wurde1). Diesen Namen möchte ich mit משפשה vergleichen. Eine sichere Grundlage für diese Korrektur und Gleichung wäre freilich sehr erwünscht. קמטדיא Ein Amora des 3. Jahrhunderts, Simon קמטריא, wird im pal. Talmud genannt Er war ein Galiläer, oder aus dem Grenzgebiete Galiläas2). Dal man, Aram.-heuhebr. Wb. 364b, übersetzt das Wort ״ קמטריאKistenverfertiger“, — während Simon selbst von sich sagt, er sei ein ״Esel־ treiber“. Daher ist In ■קמטריא der Heimatsort dieses Mannes zu suchen (wie oben 7(עכ1שיה!פמ״קא!חבריא dessen Namen קמטרא gelautet hat. Dieses קמטריא möchte ich mit dem heutigen El-ICunetra3), nordöstlich vom Semachonitis-See, gleichsetzen. Wohl bedeutet El-Kunetra arabisch ״den kleinen Brückenbogen“4), aber es ist doch keine seltene Erscheinung, daß alte semitische Namen arabisiert wurden5). Daß Bl-Kunetra ein sehr alter Ort ist, ist nicht zweifelhaft. Mehrere Funde zeigen, daß es in der römischen Kaiserzeit be־ stand6). — Auch Um el Kanätir, gegenüber dem Nordrande des Tiberiassees, könnte in Betracht kommen, wo ג) S. darüber Thomsen, Loca sancta 87, (Onom. 8,8). 2) j. Beraehot ix, 2 (l3d) שמטין קמטריא שאל לר׳ חייא בי־ אבא בנין דאנא חמר־ וסליק לירושל־ם ובר. R. Hijja b. Abba, den er anfragt, ist ein Galiläer. : י) Bädeker6 231. *) ZDPV IX, 179 und 109. . 5) Man vergleiche z. B. CB־©® mit dem heutigen Namen Schefä 'Amr. 8) Vgl. die Inschrift ZDPV, XXXVI, 249 ff.