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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 3 · p. Seite 357

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 3
Article
Aus H. Graetzens Lehr- und Wanderjahren
Date
1919-01-01
Page
Seite 357 (sequence 15)
Language
German
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Aus H. Graetzens Lehr- und Wanderjahren. 357 viel besser סחט שנמצא בעובי בית הכוסות. Dabei hat er sich hier angewöhnen müssen, kein Hebräisch durchdringende Phrasen einzustreuen, was in Aurich sehr mangelhaft'sein mußte. Doch sie gefiel so sehr, daß Juden und Christen den Wunsch hegen, ihn zu besitzen. Ich freue mich iiur, daß ich mich unter Fremden so frei bewegen kann. Die Auricher haben wer weiß, welch grande Idee von mir. . . . Das macht mich nicht stolz; gibt mir eine Lehre, wie man sich zu benehmen hat, um bei Menschen nicht zurückgesetzt zu werden. Denn der Mensch, er mag noch so sehr zum Mob gehören, bleibt immer eine Quelle des Studiums.« Nach Hause zurückgekehrt, fand er einen Brief von den Seinigen vor. r Sie legten ihm dringend ans Herz, endlich einmal mit dem Meisöf zu reden und ihn zn fragen, wie er seine Zukunft ausgestalten solle. Gleichzeitig traf ein Schreiben seinesTreurides Benzion ein. »G Gott, der W. Raw ist tot1). Greifenhagen gab ihm den Auftrag, mir zu schreiben, mit B. U. darüber zu sprechen. Und wenn dieser geneigt ist, so soll gleich ein רבנות - Brief ihm zugeschickt werden. Welches Glück, welche Freude! Meine Träume fangen an, sich zu realisieren. Es ist der erste Schritt zu B. U/s Glück, und ich trage dazu bei! Sagt nicht 2בן ע׳זאס) recht: אל תהי בז לכל אדם. Gewiß, ganz gewiß wird und muß alles zum Besten werden. Ich wollte heute schon antworten. Allein er hat noch allerhand Bedenklichkeiten (II, 152!). Schon .am nächsten Tage ging der Brief ab. (II, 152 f) Ein gleichzeitiges Ereignis war geeignet oder, wenn es verabredet war, dazu bestimmt, den Namen des Oldenburger Landrabbiners den weitesten Kreisen bekannt zu machen. Ein junger tatenfreudiger Buchhändler in Wöllstein, Wolf Alexander, unternahm es, eine Neuausgabe der Haggada für den Peßachabend drucken zu lassen. Das billige' Büchlein erhielt als Einleitung Auszüge aus Hirsch’s Chaureiw über Genuß- und Besitzverbot und Wegräumungsgebot des Ungesäuerten, über das• Genußgebot des Gesäuerten und über die י) Nämlich Graetzens Lehrer R. Samuel Munk. a) Sprüche der Väter IV, 3

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