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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 3 · p. Seite 308

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 3
Article
Die ethische Schrift Sepher Hajaschar und ihre philosophischen Anschauungen
Date
1919-01-01
Page
Seite 308 (sequence 18)
Language
German
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308 Die ethische Schrift Sepher Hajaschar 3. Von der Vernunft. % Bei allen Dingen, die mit den Sinnen oder mit der Vernunft erfaßt werden, sind zwei Kräfte zu unterscheiden, eine innere, verborgene und eine äußere, wahrnehmbare Kraft. So ist es schon bei den Elementen, von denen jedes eine innere, es in seinem Sein erhaltende und von den anderen Dingen unterscheidende, und eine äußere den Sinnen wahrnehmbare Kraft besitzt. Beim Feuer z. B. ist die Wärme die innere, die sichtbare Form des Feuers die äußere Kraft. Bei der Pflanze ist die die Ernährung und das Wachstum, bei den־ Tieren die die Bewegung, die Sinnestätigkeit und die elementare Wärme bewirkende Kraft die innere, die Pflanzen- und die Tierkörper aber, sind die äußere, wahrnehmbare Kraft. Beim Menschen ist diejnnere, feine, mehr nqch als die Tierkraft verborgene Kraft die denkende Seele, die äußere, grobe Kraft ist der Körper. Bei der Sphäre ist die innere, verborgene Kraft die Gemeinseele, die noch höher als die denkende Seele ist, und die äußere Kraft ist der Sphärenkörper, und bei den Engeln ist die innere Kraft eine noch höhere und feinere als bei den Sphären und die äußere ist die Form, in der die Engel den Menschen erscheinen. Wäre unsere Vernunft imstande, noch etwas darüber Hinausreichendes zu erfassen, so würden wir auch da diese zwei Arten von Kräften unterscheiden können. Auf Gott aber, der für die Vernunft unerfaßbar ist, kann, diese Unter- Scheidung keine Anwendung finden1). In gleichem Maße, wie die Vernunftkräfte von den sinnlich wahrnehmbaren Kräften verschieden sind und sie an Vollkommenheit übertreffen, stehen die dem Schöpfer entströmenden Kräfte an Vollkommenheit über der höchsten, der wirkenden Vernunft2). Die Vernunft ist gleichsam die Frucht der denkenden Seele. Wie der Same, solange er in האדם י ויראתם ■מטנו/ ואע״פ^שלא;יחפר שלמותו לחסרון עבודת□/• אך כשישלים העבד.רצון אדוניו יתלה העבד בתכלית השלמות בלחו ושכלו וכל .. . .עניניו ותהיה שלמותו לאות על שלמותי׳■אדוניר. ב) III, S. gb. *) III, S. Job.

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