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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 3 · p. Seite 304

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 3
Article
Die ethische Schrift Sepher Hajaschar und ihre philosophischen Anschauungen
Date
1919-01-01
Page
Seite 304 (sequence 14)
Language
German
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304 Die ethische Schrift Sepher Hajaschar noch eine böse, aus. Die Aussage der Einheit soll Alles von Gott ausschließen, was eine Folge der Mehrheit ist, wie die Vielfachheit, die Geteiltheit, die Relation, die Ab- und Zunahme u. dgl. So wird jede Bezeichnung, die Gott beigelegt wird, ihm nicht beigelegt, weil sie ihm wirklich zukommt, sondern um Alles von ihm auszuschließen, was eine Folge der entgegengesetzten Be- Zeichnung wäre1). 2. Gott als Schöpfer. Alle Weisen stimmen darin überein, daß die Vernunft nur zwei Dinge zu erkennen vermag* den Schöpfer und das Geschaffene, und daß es außer diesen beiden Nichts gibt, ferner daß der Schöpfer ewig und das Geschaffene entstanden sei, daß der Schöpfer ohne Anfang und Ende sei und das Geschaffene einen Anfang und ein Ende habe. Ebenso. lehren sie, daß der Schöpfer keines Dinges bedarf, weil dasjenige, das eines Dinges bedarf, dessen ermangelt, wessen es bedarf, und erst durch dieses zu seiner Vollkommenheit gelangt. Da der Schöpfer aber vollkommen ist, so bedarf er keines Dinges, und da er keines Dinges bedarf, so hat er die Welt nicht aus Bedürftigkeit geschaffen, sondern aus Wohlwollen, um denjenigen, die sich ein Verdienst erwerben, Gutes zu vergelten 2). So heißt es auch im Schöpfungsbericht, daß Gott die Leuchten am Himmelsgewölbe eingesetzt hat, um die Erde zu erleuchten, nicht aber, um den Himmel zu erleuchten; sie sind nicht zum Nutzen Gottes geschaffen worden, um den Himmel zu erleuchten, sondern um die Erde und ihre Bewohner zu erleuchten. Wäre das Geschaffene zum Nutzen des Schöpfers geschaffen, so müßte es ebenso ewig wie er selber sein, denn das ihm Nutzende konnte von ihm nicht getrennt,!) 111, S. 11 b. 2) I, S. 2 a. Josef Ibn Zaddik, der der Bedürfnislosigkeit Gottes einen besonderen Abschnitt widmet, sagt ähnlich, Mikrokosmus, S. 52? אם יצטרך■ לדבר שברא, היא חסרון בעצמו ולא יוכל לברא אותו. .Das. S. 53: והואיל והתבאר שהוא עשיר׳ הוא ברא העולם לרוב נדבתו וחסרי יי.....־. ... .ולא לדבר אחר'

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