Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Philologisch-historische Miszellen
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 14)
- Language
- German
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266 Philologisch-historische Miszellen; (einem Kopisten־ oder Druck-Fehler!) Zacuto.ein Schwestersohn (!) Rabs gewesen, und nach Scheeltot referiere ja Rab über die Geschichte Nathans, was die Tatsache (!), daß Nathan der Schwestersohn Rabs gewesen sei, nicht nur nicht ausschließe, sondern eher bestätigt« (S. 18)! Und dieses nach seiner richtigen Bemerkung, daß die Sage des Nathan dezuzita von jener des Ukban getrennt und für sich behandelt werden« müsse (S. 17). Wenn man aber Nathan zum Tochtersohn Rabs macht, so setzt man ja damit die Identität des Rabbana Ukba und Ukban mit Nathan dezuzita voraus, wie es denn auch Zucuto macht (S- 175); dann aber ist es undenkbar, daß Rab von einem Enkelkind so spreche. Anderseits identifiziert Krauß (sub 4) den Sohn Anans mit Mar Ukban, dem vierten Nachfolger Hunas, streicht dann נתך im Satze פש נתן עקבן (s. oben) und korrigiert ferner statt הוא נתן רצוציתא ein והיה ננקרא] רצוציתא »und er wurde »Küchlein« genannt«, und liest auch unten mit (dem Druckfehler bei1) Zacuto: ושכיב עוקבן רצוציתא! Er stellt nämlich dieses von ihm konstruiertes רצוציתא mit רציצא דמית בביעתא/ Bech. 8 b (wo ebenfalls manche Drucke דציצא haben) »ein Küchlein das im Ei gestorben war«, zusammen (aber woher noch ein Femininum?!), leitet es — mit Levy, jostrow und Kohut — von רצץ ab, und dieses רציצא sei nach ihm wiederum »etymologisch und sachlich sicher (!) mit ויתרצצו הבנים בקרבה Gen. XXV. 22 verwandt«! Alles falsch. Ein רציצא »Küchlein« existiert nicht2). Es heißt, wie ich in der Festschrift Adolf Schwarz, 1j Juchs, cd.193 /והוא נתן רצוציתא'כ921״a: סר עוקבן רצוציתא, .aber bei Neubauer I 75, nach ed. pr. und Mss. richtig: דצוציתא. Auch ed. L. hat ja 171 u. 175 richtig דצוציתא. Ein ähnlicher Kopisten- und Druckfehler auch im Aruch Ms., Breslau s. v.נתן (MGWJ. 60, 112) im פי' אחר־/ ebenso ed. Pesaro: 7נתן רצוציתא aber die Erklärung bringt es mit חלוק ■ע&ל שער, also צוציתא, zusammen. ‘ף Der Eigenname פפא בר רצצתה im 1 תולדות יש Ms. Wien, רציצתא im Ms. Gaster, Krauß, Leben Jesu 78 und 267, kann doch nicht als Beleg dafür gelten. Wir können ja nicht auf künstliche Deutung von Namen, und noch dazu späterfundenen legendarischen ׳•Namen, Philologien bauen. Und übrigens kann dieses בד רציצתא die Bedeutung von בן פקועה haben.