Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Schatzkammer des Tempels in Jerusalem
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 243 (sequence 17)
- Language
- German
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Die Schatzkammer des Tempels in Jerusalem. 248 nur von der Azafäh wußten, daß sie sieben Tore hatte,, nicht aber auch von der Schatzkammer, daß es in ihr ebensoviele Zellen gab. Und was meine Behauptung über die Baraitha des Babii Thamid 27 a betrifft, in welcher, Graetz selber zwei Verbesserungen vorgenommen hat, die von י//ג in ג׳ allerdings nach Tos. Ket. 106a, und die. zweite von גזברים in אמרכלים bedaure .ich, sie ebenso wie vor 44 Jahren für apokryph erklären zu müssen, weil es niemanden gegeben hat, der 13T0re der Schatzkammer angenommen. Es liegt jedoch für mich kein Grund vor, mein Jahrzehnte langes Schweigen irgendwie. zu bereuen; denn trotz aller Entschiedenheit, mit welcher Graetz 1876 mir entgegentrat, scheint er später von selbst sich eines anderen besonnen zu haben. Im Jahre 1888 hat er mir, wenigstens teilweise, recht gegeben. Während es nämlich in der ersten Auflage des 3. Bandes seiner Geschichte S. 94 heißt: »Unter ihnen (den Katholikin) standen »sieben andere Beamte, Amarkelim, deren Hauptfunktion darin »bestand, bei dem Öffnen und Schließen der sieben Tempeltore »zugegen zu sein«, finden wir in der 3. Auflage S. 106 nach diesem Satze folgende Erweiterung: »ferner den Tempelschatz zu »besichtigen und aus ihm die Summen zu entnehmen, welche »für die Bestreitung der Bedürfnisse nötig waren. Alle »mußten beim Öffnen anwesend seien1), und zu dieser Er- »Weiterung ibid. in der Fußnote 1 »Tosefta Schekalim. c. 2«. Ich traute meinen Augen nicht. Alin. 2, 15 ist ja das von mir emendierte. Dort kann man ja vom Öffnen wenigstens der Schatzkammer absolut nichts finden, solange man מפתחות העזרה und nicht mit mir מפתחות הלשכה liest. Ich konstatiere das nur deshalb V Wohl findet sich dieser von mir unterstrichene Satz auch in der 1. Auflage des 3. Bandes; aber während dort die Worte »vor »ihrem Erscheinen konnten die diensttuenden Priester und Leviten »den Tempel nicht verlassen«, den Schluß des Satzes bilden, sind sie in der 3. Auflage ganz weggelassen worden, so daß der Hinweis auf die Tosifta Schekalim sich nicht, wie in der 1. Auflage bloß auf das Öffnen der Tempeltore, sondern zum mindesten auch auf das Öffne!* der Schatzkammer bezieht. 16