Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Schatzkammer des Tempels in Jerusalem
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 11)
- Language
- German
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Die Schatzkammer des Tempels in Jerusalem, 237 Schatzkammer. Die Mischnah ist in diesem Punkte besonders diskret; sie spricht überhaupt nicht von einem Tempel־ schätz. Mit der Zerstörung des Tempels ist ja auch die Schatzkammer verschwunden. Die Schatzkammer wohl, aber die Schekelsteuer doch nicht ganz; denn nach und nach ist sie wieder an die Hochschulen, also an jene Stätten abgeliefert worden, an welchen der eigentliche Nationalschaiz des jüdischen Volkes verwaltet wird. II. Die Beamten der Schatzkammer. Ich habe im Voraufgehenden sieben getrennte Räume der Schatzkammer angenommen. Ob diese bloß neben einander lagen, oder auch ineinander gingen, darüber schweigen die Quellen, aus welchen wir über die Siebenzahl der Kammern und weiter darüber Gewißheit erlangen, daß alle sieben durch eine große Tür einen sichern Verschluß erhielten. Es ist eine Baraitha des Jeruschalmi Schekalim 5, 2 zu dem Stichwort der Mischna 'איי' פוחתין משלשה גזבריי וכר, die trotzdem ich sie in meiner Tosifta-Studie II als eine höchst aufschlußreiche nachgewiesen und verwertet habe, von den Forschern auf der Seite liegen gelassen wurde. Diese auf II. Chr. 31, 13 gestützte Baraitha belehrt uns über den Beamtenkörper des Tempelschatzes und über die Chargen, aus welchen er sich zusammensetzte. Sie lautet תנא משני1) קתליקין וכף כשהיה חותם הגזבר חותם ונותן לאמרכל, אמרכל חותם ונותן לקתליקא/ וקתליקא חותם ונותן לכ7/ג, כ״ג חותם ונותן למלך נוחותם], וכשהוא מתיר המלך רואה חותמו ומתיר; כ״ג רואה חותמו ומתיר קתליקא רואה חותמו ומתיר (2'אמרכל רואה חותמו ומתיר גזבר רואה חותמו ומתיר. Da hören wir es, daß die Schatzkammer nicht bloß wie die anderen Zellen, welche Wertgegenstände bargen, unter Schloß und Riegel lag, sondern ג) Die Baraitha ist genötigt zwei Katholiki anzunehmen, weil die zehn Pekidim der Chronik außer dem König und dem Priester noch zwei Vorgesetzte haben. 2) Es ist geradzu unbegreiflich, wie jemand, der die Baraitha nicht mit, den Fingerspitzen, sondern mit den Augen liest, den Schatz״ meisier, äen Amerkol, den Katholikos usw. das Sieger auf das Trankopfer legen läßt. Vgl. Levy IV, 403 aber auch V"p z. St.