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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 3 · p. Seite 222

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 3
Article
Die Entstehungsgeschichte des Joel'schen Gebetbuchs
Date
1919-01-01
Page
Seite 222 (sequence 13)
Language
German
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222 Die Entstehungsgeschichte des JoeFschen Gebetbuchs. nicht versagen zu dürfen geglaubt. —Abgesehen davon, daß die erste Auflage des von Ew. Ehrwürden für die Storch-Synagoge verfaßten Gebetbuches vollständig vergriffen und hierdurch die Übernahme derselben in die neue Gemeinde-Synagoge schon aus äußeren Gründen tatsächlich unmöglich ist, schien es uns auch untunlich, die neue Gemeinde-Synagoge mit einer bisher bestandenen Privatsynagoge in der Weise zu identifizieren, daß die Einrichtungen der letzteren ohne weiteres auch Jür die erstere maßgebend ^ein sollten. — Wenn, wir es trotzdem vofziehen, statt völlig Neues zu bieten,, an ein altes, einem großen Teile der Gemeinde liebgewordenes Gebetbuch anzuknüpfen, so geschieht es in der seitens der Kommission, sowie auch unsererseits hierdurch ausgesprochenen Absicht, Ihnen den Beweis zu geben, daß Ihr langjähriges, segensreiches Wirken in unserer Gemeinde und Ihre hervorragenden Verdienste um unseren Kultus unvergessen sind und für immer bleiben werden. Ew. Ehrwürden werden in richtiger Würdigung unserer Motive und der Erwägung, daß die Zusammensetzung beider Gemeindebehörden die fortschrittliche Entwicklung unseres jüdischen Gemeindelebens sichert, hoffentlich geneigt sein, uns die Lösung der an sich schwierigen Aufgabe durch Überlassung Ihres Gebetbuches in dem oben Gezeichneten Sinne zu erleichtern. Bei der Kürze der uns zugemessenen Zeit ersuchen Ew. Ehrwürden wir ergebenst, uns baldgefälligst und in einer nach allen Richtungen hin erschöpfenden Weise mitzuteilen, ob und unter welchen Bedingungen uns die beliebig freie Benutzung Ihres bisher in der Storch Synagoge eingeführten Gebetbuches gestattet sein soll. Mit der Versicherung unserer Hochachtung zeichnen Ew. Ehrwürden ganz ergebenst. Herrn Rabbiner Dr. Geiger Hochwürden Berlin, Rosenthalerst. 40. Das darauf ergangene Antwortschreiben hat folgenden Wortlaut:! Wohllöblicher Vorstand! Es war mir hocherfreulich, aus ihrem Schreiben vom gestrigen zu ersehen, daß das seit 1854 in Breslau eingeführte Gebetbuch der dortigen Gemeinde lieb geworden, sowie zu vernehmen, daß Sie meinem Anteile daran, meinem langjährigen Wirken und meiner

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