Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 63 (1919)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Entstehungsgeschichte des Joel'schen Gebetbuchs
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 10)
- Language
- German
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\ Die Entstehungsgeschichte des JoeFschen Gebetbuchs. 219 geordneter Natur, als daß jemand ohne Überhebung dafür Garantien־ verlangen kann. . Ob wir »Mikol hoamim« hindrucken werden oder nicht, ich weiß es nicht;. ob wir, wenn doch einmal der 2. Feiertag festlich begangen wird, ihm das Kiddusch entziehen oder nicht, ich will es nicht entscheiden. Ich übergehe Ähnliches. Ich setze voraus, daß Geiger sicher darauf kein Gewicht legen wird. Wir aber, die wir es zu büßen haben, wenn durch Einrichtungen Unordnungen und ridiküle Szenen entstehen, können uns in solchen Dingen nicht gebunden in die Hände eines gelehrten, aber die gegenwärtigen Gemeindeverhältnisse nichtiibersehenden auswärtigen Rabbiners geben. Im Gebetbuch würden alle diese Änderungen keine halbe Seite betragen. Auch will ich sie nicht ohne weiteres treffen, sondern nur, falls es nicht anders geht, sie treffen dürfen, ohne das Geigerische Veto riskieren zu müssen. Ich resümiere: 1. Das ganze Arrangement der gottesdienstlichen Ordnung soll nach seinem hier eingeführten Gebetbuche stattfinden. Jedenfalls soll das Wenige, was etwa anders arrangiert wird, sich sofort zu erkennen geben als aus keinen andern als nahe [liegenden Opportunitäts- und Schönheitsrücksichten geboten, jedenfalls ferner soll das Arrangement schwächer sein altes Gebetbuch alterieren, als er es selbst in seinem neuen Gebetbuch alteriert hat. 2. .Ein Teil seiner deutschen Bearbeitung und Gebete wird beibehalten. 3. Wir geben ihm die Garantie, daß die Fragen über Jerusalem, Opfer und messianische Idee einen freisinnigen Ausdruck in unserem Gebetbuche finden. Dagegen behalten wir uns vor, wo es der Kommission recht erscheint, ein deutsches Gebet von Geiger durch ein neues zu ersetzen. So oft das geschieht, soll das nicht etwa eine Veränderung der Geigersehen Ausdrücke im einzelnen sein, was unpassend wäre, sondern eine neue Bearbeitung. Ebenso behalten wir uns die Redaktion aller prinzipiellen Stellen und den Beschluß über diejenigen, für die wir nicht Garantie bieten können, vor. Daß wir unter Arrangement nur die Anordnung der Stücke, nicht