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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1919-01-01 · Heft 2 · p. Seite 114

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
63 (1919)
Issue
Heft 2
Article
Poseidonios über die Entwicklung der jüdischen Religion
Date
1919-01-01
Page
Seite 114 (sequence 2)
Language
German
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114 Poseidonios über die Entwicklung der jüdischen Religion. 779 und über Sarpedon 758 vgl. Müller FHG. zu Fg. 10). So interessant das Zusammentreffen der drei Gelehrten sein mag־, ausschlaggebend sind ihre Argumente nicht; daher haben sich Wendland, Die hell.-röm. Kultur 109, Bousset, Die Religion des Judentums2 138,4, und Norden, Agnostos theos 62,1, zurückhaltend geäußert; Schürer GdjV. III4 156 und namentlich Stähelin, Der Antisemitismus des Altertums (1905) 28,1, bestreiten P.’ Benutzung. Die Entscheidung dürfte sich herbeiführen lassen mit Hilfe der gesicherten Ergebnisse der neueren Poseidonios-Forschung1־), wvon denen im folgenden so grundlegende, wie etwa die Benutzung des Denkers durch Cicero Div. I und Tusc. 1 wegen der Knappheit des zur Verfügung stehenden Raumes als dem mitforschenden Leser bekannt vorausgesetzt werden. Strabon berichtet § 35—37 die Geschichte der jüdischen Religion und zieht § 38 f. eine Parallele mit der Religionsgeschichte anderer Völker- Moses, ein ägyptischer2) Priester, verwarf den Tierkult der Ägypter, aber auch den Bilderdienst der Griechen; denn Gott ist das Eine, uns alle Umfassende, das wir Himmel, Welt, Natur nennen mögen —.und wer möchte sich unterfangen, es den uns vertrauten Wesen ähnlich abzubilden? Wir dürfen es verehren ohne viel Aufwand3) und Umstände in einem *) Beiträge zur Sichtung und Erweiterung der seitherigen Forschung denke ich demnächst in einer Arbeit über P.’ metaphysische Schriften vorzulegen. 2) Daß die Juden Ägypter sind und sich daher die Beschneidung der Knaben und Mädchen (— 761 unten) erkläre, sagt Strabon auch S. 824; vgl. auch das Fragment 58,20 t. bei P. Otto, Leipziger Studien XI 72. 3) Zu § 36 ovre öoTtdvcug Ö%kr1<5a1 zovg %Qeousvovg vgl. Platon, Ges. 955 E; Krates 10,10 f. Dieis 'JEQjufjv neu Movöag lkäoo/Li äy.v&g ai> banävcug zQvfpeQalg, <LM׳’ ägeraig öölaig; Theophrast (bei Porph. Abst. II § 15 u. ö.): tö eüdfaudvov <pikov tiaoig. Aber auch nach den von P. (Sen. Ep. 90j 6) gerühmten sog. Gesetzen desi Zaleukos (Stob. IV S, 124,7 Hense) oü 'degansverai (6 deög) dairävatg otide rgayabltug tcov ävaXiöMjt&vov (dvöiatg uai danävaig Diod. XII 20, 2). Weiteres Material, namentlich über Denaetrios von Phaleron, sammelt Wilhelm, Rh. Mus. 70, 219.

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