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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 3 · p. Seite 285

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1918-01-01
Page
Seite 285 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen. 285 und muß annehmen, daß hier Färbung des 1 eintritt, wie in יחסר/ נהפןז; aber die Parallelstelle Monatsschrift S. 538 belehrt uns durch das Beispiel »יע?ןר eggor« eines anderen. Also hier ist ק als gutturaler Laut gewertet! Übrigens finden wir dasselbe Wort auf S. 62 u. 63 mit 1. Ob aus der heutigen Aussprache der jemenischen Juden sich Ergebnisse für die althebräische Aussprache gewinnen lassen, scheint mir sehr zweifelhaft. Begierig suchte ich sofort nach dem ש, dessen alte Aussprache wir so gern kennen lernen möchten, aber es wird auch bei den Jemenern wie D als scharfes s gesprochen. Aus der Aussprache des Chclem als ö, e, äu möchte Grimme S. 140 auffällige alte Dubletten wie יהושוע — י'ש»זע erklären; aber es gibt genug andere Erklärungen für diese Doppelformen, vgl.!Steinmetzer in Biblische Zeitschrift, 14. Jahrg. S. 193—197 (der aber auch noch einiges übersehen hat). Immerhin wird man sagen müssen, daß die Aussprache der jemenischen Juden einen ziemlich altertümlichen, ursprünglichen Eindruck macht. Die arabische Umgebung hat erhaltend, hie und da aber vielleicht erneuernd gewirkt. Daß andererseits ein paar sekundäre Eigentümlichkeiten der Aussprache des umgebenden Arabisch auf die Aussprache des Hebräischen abgefärbt haben, hat Idelsohn selbst schon bemerkt. Wie sehr die Sprache des Wirtsvolkes auf die Aussprache des Hebräischen bei den Juden eingewirkt hat, sieht man deutlich bei den persischen Juden. Die emphatische Aussprache von ט und p ist nach Idelsohns Angabe bei den persischen Juden geschwunden, soll dagegen bei צ noch vorhanden sein. ח wird teils h, teils h (also g.) gesprochen; V ist א; die Spirierung der Bgdkpt ist bei גב, teilweis auch bei ת nicht mehr vorhanden. Daß die persischen Juden zwischen langen und kurzen Vokalen keinen Unterschied machen, diesen Satz (S. 18) hätte kh gern nach der positiven Seite hin erläutert gesehen. Ganz rätselhaft aber ist mir (ibid.) »Dages forte wird nicht betont«. Was soll das heißen? Bei Schilderung der hebräischen Aussprache der syrischen und sefardischen Juden hat Idelsohn (S. 19) selbst die starke Beeinflussung durch Arabisch, Türkisch, Griechisch, Slawisch erkannt und besprochen. Ich hebe hier hervor, daß die emphatische Aussprache des צקט sich nur innerhalb des arabischen Sprachgebietes erhalten (oder erneuert?) hat. Die Spirierung der Bgdkpt ist dagegen im arabischen Sprachgebiet bei תדגב erloschen. Aber was soll es heißen, wenn Idelsohn zu de! Angabe, daß ג in arabischen Gebieten gleich ü hart sei, den

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