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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 3 · p. Seite 286

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1918-01-01
Page
Seite 286 (sequence 5)
Language
German
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-286 Besprechungen. Zusatz macbrt »dem des ägyptisch-arabischen analog«? Hier tritt auch das kames gadol als langes a auf, aber Idelsohns Zusatz »nur bei akzentuierten Vokalen« ist unrichtig. Die auf S. 65 mitgeteilte Platte 1610 »Aleppoer Aussprache des Hebräischen« zeigt, daß kames in weiterem Umfange a ist. Daß die syrischen Juden gegenwärtig p oft gleich י sprechen (S. 1 g), wäre so wunderbar, daß ich vorläufig einen Druckfehler annehme. Idelsohns Schrift hat bei mir die Mutmaßung erstarken lassen, daß aus der heutigen Aussprache des Hebräischen bei den Juden für die Aussprache des Hebräischen im Altertume überhaupt nichts mehr zu gewinnen ist, mag immerhin gelegentlich mal irgend eine Ab- -sonderlichkeit irgend welcher mittelalterlichen Punktation durch die heutige Aussprache eine Beleuchtung erhalten können; vgl. Kahle a. a. O. S. 128 Anm. 1. Der Hauptteil des Buches über den Gesang usw. wird eingeieitet durch eine Betrachtung der hebr. Akzentzeichen (S. 22—37). Verf. vergleicht die hebräischen Akzente in weiterem Umfange als dies bisher geschehen, mit byzantinischen Lektionszeichen. Ob und inwieweit das richtig ist, vermag ich nicht zu entscheiden, da ich selbständige Untersuchungen über diesen Gegenstand seit langer Zeit nicht mehr angestellt habe. Nur einen Punkt von vielleicht allgemeinerem Interesse möchte ich hervorheben. Als ich vor 18 Jahren eine gewisse Abhängigkeit der fiberischen Akzente von den ekphonetischen Neu men der byzantinischen Kirche darzulegen suchte, erhoben sich nicht nur bei Juden starke aphoristische Zweifel, daß so etwas überhaupt möglich sein könnte. Vgl. Kittel, Über die Notwendigkeit und Möglichkeit einer neuen Ausgabe der hebräischen Bibel, S. 80. Jetzt sagt nun ein Jude ohne Entsetzen ganz unbefangen »Nach all diesen Vergleichen ersieht man, daß die hebräischen Akzente äußerlich wie ihrem inneren Werte nach den alten Lektionszeichen . . . der byzantinischen Kirche . . . verwandt sind«. Der von mir ausgesprochene Gedanke scheint also mit der Zeit etwas von seiner Unwahrscheinlichkeit eingebüßt zu haben. — Über den musikalischen Teil des Buches selbst muß ich schweigen; ich verstehe leider nichts von Musik. Das Buch ist durch Druckfehler arg entstellt, wie ich gelegentlich schon hervorgehoben habe. Das wird jzum Teil an den bekannten Zuständen der Gegenwart liegen. Breslau. F. Praetorius.

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