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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 3 · p. Seite 228

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 3
Article
Elkan Henle, 1761 - 1833
Date
1918-01-01
Page
Seite 228 (sequence 6)
Language
German
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228 Elkan Henle, 1761—1833. In dieser »Über die Verfassung der Juden im Königreich Bayern und die Verbesserung derselben zum Nutzen des Staates« (München* 1812) ' betitelten, dem aufgeklärten bayrischen Finanzminister Maximilian Josef Grafen v. Montgelas (1759—1838) gewidmeten Broschüre unternahm Henle den Versuch, vom Standpunkt eines Neuerungen zugänglichen, weitherzigen Israeliten die nach Abhilfe schreienden Verhältnisse seiner Glaubensgenossen nach der religiösen, vor allem aber staatsbürgerlichen Seite im Sinn einer Schutzschrift zu beleuchten. Er nahm sodann seine gedruckte Darlegung zum Ausgang einer Reihe an das Ministerium des Inneren gerichteter Anträge und Vorschläge, die unter andrem die Bitte aussprachen, daß der mit den Vorarbeiten zu einer Verfassungsänderung zu betrauenden Behörde auch »einige erfahrene, für die vorhabende Veredelung eitrigst bemühte Israeliten« beigegeben werden möchten. Zu diesen Männern zählte vorzüglieh der Vorsteher der Münchener Kultusgemeinde, der Hoffaktor Abraham Uhlfelder1), ein Verwandter Elkan Henles, der sich* um die in den Ministerien gepflogenen, schwebenden Beratungen und Verhandlungen in einem für die bayrische Judenschaft ersprießlichen Sinn zu beeinflussen, am 8. April 1812 mit einem unmittelbaren Gesuch an den Landesherrn gewandt hatte2). Als sich dieser Kundgebung, die übrigens die Vertreter der hauptstädtischen ג) Abraham Uhlfelder, aus dem mittelfränkischen Uehlfeld stammend, früher in Mergentheim, später in München (im Rosental) ansässig, war mit Schönle (Schöne, Schandel) David verheiratet und war der Vater von Bella (Babette) Uhl fei der, geb. 1783, die später als Frau des Kaufmanns und Bankherrn Valentin Joelson (geb. 1778 Heidingsfeld) die Mutter des am 16. Jan. 1802 zu Würzburg gebornen berühmten Staatsrechtslehrers Friedrich Julius Stahl (früher J o e 1 s o n) wurde. Eine andere Tochter, J osefine geb. Jan. 1786 zu Mergentheim (Mainbernheim?), gest. am 2. Juni 1855 zu Regensbürg, heiratete um 1800 den am 3. Oktober 1863 zu Regensburg verstorbenen Großhändler Gustav Willheim Henle, geb. 26. Dez. 1775 zu Fürth als Sohn des oben genannten Wolf Henle mithin einen Vetter Elkan Henles. Vgl. Deutsche Rundschau, 40. Jahrg.? 1914, S. 101. 2)Vgl. A. Eckstein, a. a. O. S. 15 ff, wo die Eingabe wörtlich abgedruckt ist.

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