Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das mathematische Handbuch des Abraham Savasorda
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 189 (sequence 4)
- Language
- German
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Das mathematische Handbuch des Abraham Savasorda. 189 allem Zweifel, daß dieser Mathematiker das über embadorum zu seiner Practica Geometriae als Vorbild genommen hat. Auch ist festgestelit, daß die mathematischen Werke Savasordas in der hebräischen Literatur vielfach verwertet worden sind. So soll Maimonides an einer Stelle — G. hat leider vergessen, sie genau anzugeben — sich auf ihn beziehen. Auch dem Nachmanides, David Kimchi, Jakob Poel, Jakob b. Mahir dient Abr. bar Chijja als Autorität. Von dem Inhalt des ח7 המשיחה genügt es, an dieser Stelle einen kurzen Überblick zu geben. In der Einleitung setzt Savasorda auseinander, daß ihn die Unkenntnis der französischen Juden in mathematischen Dingen veranlaßt habe, eine Abhandlung über Geometrie, die sich praktisch bei der Teilung von Äckern von Nutzen erweisen würde, zu schreiben. Der Inhalt selbst zerfällt in vier »Pforten«, welche die folgenden Überschriften tragen: 1. Lehrsätze aus der Geometrie und Algebra (unter starker Anlehnung an Euklid). 2. Ausmessung von Land, Gebäuden und Feldern, je nach ihrer Figur, ob sie viereckig, dreieckig oder rund sind. 3. Teilung der Figuren. 4. Ausmessung von Brunnen, Höhlen, Cisternen u. dgl., sowie von Türmen, Gefäßen, Kugeln u. ä. Die erste Pforte (bis S. 21) enthält 41 Paragraphen; Platos Numerierung der einzelnen Sätze deckt sich hier nicht mit der Guttmannschen. Die zweite Pforte (bis S. 80) zieht sich bis § 120 hin und zerfällt in 5 Unterabteilungen über das Ausmessen 1. von Vierecken, 2. von Dreiecken, 3. von Rhomboiden und ungleichseitigen Vierecken, 4. von kreisförmigen, halbkreisförmigen und segmentartigen Ackerstücken, 5. von vielseitigen Figuren. Aus der Fülle des Materials, das hier behandelt wird, möchte ich die in § 113 befindliche Sehnentafel hervorheben, nach Curtze die älteste in lateinischer Übersetzung vorkommende Tafel dieser Art. Savasorda teilt den Durchmesser in 28 Teile und dementsprechend den Umfang in 88, und gibt mit dem Argument sin bis sin £|, also für 28 Werte, die dazu gehörigen doppelten Bogen, wobei zu beachten ist, daß 1 pars 4°527׳” ist. Die numerischen Werte sind bis auf die Sekunde genau; einzelne falsche Ziffern