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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 4 · p. Seite 397

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 4
Article
Die Konsekrierung der dritten Stadtmauer Jerusalems
Date
1917-01-01
Page
Seite 397 (sequence 6)
Language
German
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Die Konsekrierung der dritten Stadtmauer Jerusalems. 397 erwähnt werden, bei welchen das Synhedrion mitzuwirken berufen ist, das wollen wir einstweilen in der Schwebe lassen. An der zweiten Stelle, wo von dem Sühnopfer desjenigen die Rede ist, welcher in Unreinheit das Heiligtum betreten hat, kommt das Synhedrion erst als vierter Faktor an die Reihe. Die Mischnali a. a. O. lautet אחד הנכנס לעזרה ואחד הנכנס לתוספת העזרה ,שאין מוסיפי! על העיר ועל העזרות אלא במלך ונביא ואורים ותומי□ ובסנהדרין של ע״א (1(ובשתי תודות ובשיר וב״ד מהלכין ושתי תודות אחריהם (וכל ישראל אחריהם הפנימית נאכלת והחיצונה נשרפת וכל שלא נעשית בכל אלו הנכנס לשם אין חייב עליה"). Man mag unter תודת גדולות Nehem. 12,31 zwei große Sängerchöre oder mit den Talmuden die zu Dankopfern gehörenden gesäuerten Brote verstehen, darüber kann niemand hinwegkommen, daß die Worte וב״ד מהלכין ושתי תדת אחריהן als ב) Die von mir rund eingeklammeiten Worte sind in der Mischnah des jeruschalmi und in der Münchner Handschrift ebensowenig wie in der Tosifta zu finden. 2) In der Mischnah ist also bloß davon die Rede, daß das Betreten des nicht rite erweiterten Raumes der Vorhalle seitens eines unrein Gewordenen keines Sühnopfers bedarf. Selbstverständlich ist damit implicite gesagt, daß ein Ahronide in diesem Raume nicht. קדשי קדשים esse״ dürfe, ואם אכל שם במזיד לקה. Davon jedoch ob ein זר, wenn er in dem auf illegale Weise erweiterten Gebiete der Stadt קדשים קלים genießt, חייב מלקות sei, wird nirgends gesprochen. Dieses Schweigen kann als Beweis dafür gelten, daß man jede Stadt- Erweiterung, auch wenn sie nicht ganz legal vorgenommen wurde, nachträglich als zu Recht bestehend angesehen hat. Das scheint als Norm gegolten zu haben. Ich mache auf diesen Punkt schon hier aufmerksam, weil wir durch ihn die Kontroverse zwischen dem Tanna kamma und Abba Saul in der Tosifta besser würdigen können. Jedenfalls geht aus unsrer Mischnah das Eine mit Evidenz hervor,, daß die Vorhallen des herodianischen Tempels gegen die des von Serubabel erbauten eine Erweiterung erfahren haben. Josephus hätte demnach recht, wenn er Antiqu. XV, 9, 1 von einem größeren Umfang jueigo te töv 7T£Qiß0X0v redet. 1. Kön 6,36 wird nicht von einem oder rfiehreren עזרות sondern bloß vom חצר הפנימית gesprochen. Wie groß dieser gewesen, finden wir nirgends angegeben. Soviel steht nun fest, daß diese Vorhallen des Herodianischen Tempels gegen die in dem von Serubabel erbauten eine Erweiterung erfahren hatten, gegen welche die Mischnah nachträglich noch Protest erhebt.

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