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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 4 · p. Seite 389

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 4
Article
Flavius Josephus bei H. Graetz
Date
1917-01-01
Page
Seite 389 (sequence 5)
Language
German
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Flavins Josephus bei H. Oraetz. 38y ־und zwar nicht nur in Glaubenssachen, sondern auch in staatlicher Beziehung nach der Verfassung des israelitischen Staates. Jeder Bürger dieses Staates habe sich, als unter ihm allein stehend, unter seinen Augen lebend anzusehen, indem er bis in sein Inneres von ihm er־ kannt werde, er selber freilich nur seinem Wirken nicht seinem Wesen nach verständlich sei. Josephus führt damit den Begriff der Theokratie ein, eine Bezeichnung, die seitdem stehend ־geblieben ist zur Charakteristik des einstigen jüdischen Staates. Zur Reinhaltung des Sabbatbegriffes wehrt er weiter der von Apion versuchten Entstellung durch Vergleich mit dem ägyptischen <yaßßd>) indem er feststellt, daß dieses, als körperliche Entzündung bedeutend, etwas ganz anderes darstellt, als der Sabbatbegriff ist. Also ein Vorspiel zu dem literarischen Streite, »Bibel und Babel« und dem, was da vom Sabbate gesagt worden, Weiter geht j. auf das Kapitel kriegerischer Tüchtigkeit bei seinem Volke ein; er erinnert daran, daß beispielweis der dritte der Ptolemäer, Ptolemäos Philometor, zwei Juden, Onias und Dositheos zu Feldherrn seines Heeres gemacht und ihrer Hut die wichtigsten Plätze des Landes anvertraut habe; bekanntlich ist militärische Qualifikation beim Juden bis zum heutigen Tage angesichts der Zurücksetzung des Juden bei militärischen Beförderungen ein Tagesthema in Pariamenten und Vereinsversammlungen, dieselbe vor aller Welt zu erweisen. Wichtig ist und noch heute nicht überflüssig, daran zu er- Innern, was j. dann weiter von der Arbeitsamkeit beim Juden in Gegenüberstellung mit beispielweise den durch Kraftbetätigung ausgezeichneten Lacedämoniern sagt Während diese alle Arbeit auf dem Felde wie im Handwerke Sklaven überließen, bearbeiteten die Juden ihre Felder selbst, wie sie in allen Gewerben tätig seien, a. a. O. § 31. Zum eisernen Fonds der Anklagen wider Juden gehört von jeher der Vorwurf des jüdischen Partikularismus, ein Vorwurf, der im letzten Grunde, soweit er im Altertum erhoben worden ist, davon herrührt, daß dem Altertume, auch den Gebildeten in der griechisch-römischen Welt jüdisches Wesen sogar fremd erschienen. Selbstverständlich kennt josephus die Anklage wegen tui6avüQconia} wie der Ausdruck bei ihm lautet, von Philon

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