Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 4 · p. Seite 334

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 4
Article
Heinrich Graetz
Date
1917-01-01
Page
Seite 334 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2829132-2829881-2829886-2894262--42860-2894293
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

:384 Heinrich Graeiz. Fortsetzung seiner vielseitigen Studien hinaus. Mit ..freudigem Eifer folgte er der Aufforderung Frankels, als dieser 1851 »die Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums«, die bis heute lebendig geblieben ist, begann und seine Mitarbeit :erbat1). Daneben schrieb er, da die Vorarbeiten längst beendigt und der ungemein weitschichtige Stoff wohl vorbereitet und geordnet war, nahezu in einem Fluß die Geschichte der talmudischen Zeit vom Untergang . des jüdischen Staates bis zum Abschluß des Talmuds. Als dann kleine Widerwärtigkeiten in der österreichischen Reaktionszeit ihm das Ämtchen, das ihn kaum ernährte, verleideten2), brach er kurz entschlossen seine Zelte ab und kehrte in das preußische Vaterland zurück, erfüllt von lebendigem Gottvertrauen und von der Überzeugung, daß seine Arbeitskraft nicht unbenutzt verrosten würde. In Berlin nahm er ■seinen Aufenthalt, hielt gemeinschaftlich mit Michael Sachs und Leopold Zunz beifällig aufgenommene Vorlesungen über jüdische Geschichte für angehende Theologen und fand in dem großzügigen Moritz Veit einen opferfreudigen Verleger für den fertigen Band seiner Geschichte3). Gerade als der Druck des Buches der Vollendung entgegen ging, kam durch Joseph Lehmann, den Freund Heinrich Heines, den hochangesehenen Herausgeber des »Magazins für die Literatur des Auslandes«, die Anfrage an ihn, ob er ein Lehramt am jüdisch-theologischen Seminar, welches als Stiftung des Kommerzienrats Jonas F rä n c k e 1 in Breslau begründet werden sollte, anzunehmen bereit sei. Frankel *) Verzeichnis von H. Graetzens Schriften NNr. 48— 50. Von 180g an hat er dann 14 Jahrgänge (—188i und 1887) allein und 5 (1882—86) mit P. F. Frankl zusammen herausgegeben. Von den 684 Bogen, die unter seiner Redaktion herauskamen, hat er selbst mehr als den vierten Teil, 2864.Seiten oder 179 Bogen verfaßt, vgl. meine Abhandlung :♦Zur Geschichte der Monatsschrift« LI. (1908), S. 4. Von 1892. an habe ich dann bis jetzt als »Neue Folge« 25 weitere Jahrgänge, davon die ersten acht (1892— 99) zusammen mit meinem unvergeßlichen Freunde David Kaufmann, erscheinen lassen. 2) Tagebuch VI, 3 ff. Bloch, a. a, O. S. 64. 3) Er erhielt, dafür ein Honorar von 360 Thalern, Tagebuch VI, 10,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.