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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 3 · p. Seite 299

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 3
Article
Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer und Leopold Zunz
Date
1917-01-01
Page
Seite 299 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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Der Briefwechsel zwischen -Isak Noa Mannheimer u. Leopold Zunz. 29? Schule? und wenn die Frage nicht zu dreist ist, was kann aus dieser Schule werden? Ich weiß von Rieß nur, daß sie existiert — sonst nichts umständliches. Nehmen sie auch Theil an den Religionsvorträgen, die dort abgehalten werden? oder sind die nur den beiden Auerbachs überlassen? Wie steht e* mit den ehemaligen Aussichten zu einem Seminarium, das doch wahrlich vor Allem N.oth thut. Im Uebrigen geht meine Unkunde in allem, was den Stand der jüdischen Angelegenheiten in Deutschland und außer Deutschland . betrifft so weit, daß ich selbst nicht einmal zu fragen verstehe ושאינו.יודע לשאול אתה (1פתח לו d. h. eröffnen Sie mir, was seit 11/2 Jahren Neues angeregt worden ist, Altes erneut ward, Frisches sich gestaltet hat — Keimendes erstickt ward, und Lebendiges erstorben ist. Tempel giebts keine mehr, die fallen könnten — das weiß ich und das Kapitel in der jüdischen Geschichte scheint so ziemlich ׳.abgeschlossen! Aber doch sonstiges könnte sich ereignet haben, das als Anzeichen sich deuten oder benützen ließe — kurz erzählen Sie mir — was es nur immer ist — mir ist alles neu. Ich habe hier keine Litteratur, keine Zeitung — keinen Umgang — keine auswärtige Korrespondenz — nichts als viele Stunden — viele Predigten — und etwas Geld! Interessiert Sie eine umständlichere Nachricht unsern Gottesdienst betreffend, so theile ich Ihnen noch folgendes mit. Wir sagen alles — במה מדליקץ — פטום הקטרת nicht ausgeschlossen — rufen auf — verkaufen מצות — machen מי שברך — aber פיוט sagen wir nicht — außer ר״ה י//ב und — — הושענא רבה und dann mit Auswahl — d. h. mit Auswahl des Schlechtesten, mitunter wenigstens, wenn ich nicht gehörig poltere. * Uebrigens haben wir ziemliche Ruhe beim Gottesdienst — einen schönen חיו Singer und Baß. Die aber nicht so grell und sonderbar singen als die gewöhnlichen, ein Chor, wo sonst die Gemeinde schrie — eine Predigt jeden andern שבת, die gefällt — aber nicht so sehr als des חזן seine קדושה und לכה דודי — beim Ausheben der ס״ח und sonstigen Ceremoniel haben wir viel Pomp-Aufzüge, Processionen mit Fackeln statt der gewöhnlichen הקפות, wovon Sie in einem protestantischen Lande nicht den gehörigen Be״ 1j Aus der Peßach-Haggada.

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