Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 3
- Article
- R. Jehuda Mehler II.
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 6)
- Language
- German
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290 R. Juda Mehler II. 1808 dort starb. Ein Trauervortrag auf dessen Ableben wird in Hörwifz לחמי תולה» S. 42 mitgeteilt. Rechle, die ältere Tochter, war die Gattin des schon genannten Josef Jüspa b. Mosche Koschman Essen1). Er־ be~ zeichnet sich als Enkel des Juspa Hahn, Vrfs. von יוסף אומץ, dessen Namen er trug und war Schäler des Abraham Broda in Prag und des Jakob Cohen Popers in Frankfurt a. M. Er verbrachte seine Jugendzeit in Amsterdam, wo er im Hause seines Verwandten Arje Löb Emmerich gastliche Aufnahme fand, und wo er Gelegenheit hatte, viele Schüler in die Kenntnis der hebräischen Grammatik *einzuführen; später wirkte er in Deutz als stellvertretender Rabbiner und starb dort nach siebenmonatlichem schwerem Leiden am (12. Tischri) 14. Oktober 1758. Von seinem Wissen zeugen verschiedene Werke, die er verfaßte. Im Druck erschienen das ס' המסביר, ein Kommentar zu den Selichot nach deutsehem Ritus, ferner das Buch נוהג כצאן יוסף über die Vorschriften und Gebräuche des täglichen Lebens, mit besonderer Berücksichtigung des Frankfurter Ritus und mit dem bereits oben genannten Anhang צאן הנחלות von seinem Schwiegervater Juda Mehler; endlich das kleine Büchlein קנה, das religiöse Gedichte inbezug auf die drei Hauptfeste, sowie eine Erklärung zu zwei Psalmen enthält Mehrere andere Schriften, die im Nachruf (Deutzer Memorbuch, S. 53) verzeichnet sind, wurden aus Mangel an Geldmitteln zur Bestreitung der Druckkosten nicht veröffentlicht, während die genannten Druckschriften des Josef Essen der Unterstützung seines Vetters Bärmann Halberstadt und seiner Verwandten Löb und Jakob Cleve ihr Erscheinen verdankten. Kürz nach einander starben 1741 in Deutz zwei hoffnungsvolle Töchter des Josef Essen, Röschen im 18. und Sorle im 13. Lebensjahr. Seine Tochter Hendel, zweite Frau des Samuel Gans in Hannover, starb dort 17352). Eine andere Tochter, *) Mosche Koschman, Sohn des Eiia und Bruder des Juda Lehmann, des Vaters von Bärmann Halberstadt; vgl. meine Blätter IV, 42 ff. a) Öronemann, Genealogische Studien, S. 23.