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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 3 · p. Seite 271

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Vertreibung der Juden aus Rothenburg o./Tauber 1519/20
Date
1917-01-01
Page
Seite 271 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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Zur Geschichte der Vertreibung der Juden a. Rothenburg 0 T. 271 Synagog solt consecriren und weihen lassen. Wer dan dahin, mit Gaben oder Aimusen, geneigt wer, der mocht sich daselbst der Muter Gots erzeigen. Sonst, wo die Synagog nit geweigt wer und etwas dahin aus Andacht f rum er Leut gefallen solt, mocht sich der Bischof ut loci Ordinarius dareinschlagen und dasselbig Gefell in ander Weg untersten zu gebrauchen, daraus dan gemeiner Stat Irrung und Zank völligen macht. Derselben Meinung stund ich noch. Aber mir begegnet eins, das ich besorg soliich Consecration und Weihung bemelter Synagog wurde ein erbar Roth noch Sag der geistlichen Rechten dahin bringen, das ein erbar Roth dieselben neugeweigten Kirchen muste dotirn und mit geistlichen Gütern genugsamlich versehen, uffs wenigst, das sich ein Briester daselbst wesenlich enthalten1) mocht. Das acht ich einem erbarn Rot für beschwerlich. Wo aber ein Roth des nit Beschwernus het, los ich mir nochmals gefallen, das man die bemelt Synagog weihen los. Nam faciens ecclesiam consecrari obligatur ad dotem competentem illi dandam . . . Weiter hab ich ubersehen gemeiner Stat Freiheit der Juden halben von weiland König Kareln löblicher Gedechtnus ausgangen, darinnen ich nit Mangel befind. Aber da ist ein Frag. Dieweil dieselbig Freiheit in menschlicher Gedechtnus nit gebraucht ist, ob sie dadurch erloschen und gefallen sei. Darzu sag ich mit der Kurz ja. Dan wann Emont2) ein Freiheit geben wurd, darinnen im etwas erlaubt ist ze thon, ad faciendum, (wie in disem Fall einem erbarn Roih zu Rottenburg den Juden ire Heuser, die Synagog und iren Kirchhof zu versezen und zu verkaufen in kraft alberurter Freiheit zugelossen ist) und dasselbig in zehen Jaren nit tut oder gebraucht, wie dan die Freiheit vermag, so ist die Freiheit verlorn, privilegium datum ad aliquid faciendum perditur . .. Dieweil nun die Freiheit gefallen ist und die Juden daruff abgescheiden sein, mocht sollichs durch die Juden oder emont von irentwegen aus Bevelh Römischer königlicher Maiestat geantet werden. Dan, so die vorbemelt Freiheit gefallen ist, so sten die Juden, im Fall gemeines Rechtens, welches da wil, das man in ire Synagog und Kirchhof, auch ire Guter unverhindert lossen soll, ut in ca. l) Sein hinreichendes Auskommen finden. a) Jemandem.

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