Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 5)
- Language
- German
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in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur. 251 dargestellt wird. In beiden finden sich auch manche Beziehungen zur jüdischen Literatur, die, wie wir bereits bemerkt haben, in den als echt bezeugten Schriften Orossetestes keine Berücksichtigung gefunden hat, obschon sich ihm, wenn er sie gekannt hätte, die Gelegenheit dazu auch in diesen Schriften dargeboten hätte. Wir möchten hierin ein weiteres Argument dafür erblicken, daß Robert Grosseteste nicht als Verfasser der Summa Philosophie anzusprechen sei. In unserer Summa finden wir die drei jüdischen Autoren erwähnt, auf die sich bei den meisten Scholastikern des dreizehnten Jahrhunderts die Kenntnis der jüdischen Literatur zu beschränken pflegt, nämlich Isaak, Avencebrol, und Rabbi Moyses, mit welchen, Namen bekanntlich die drei jüdischen Denker: Isaak ben Salomon Israeli, Salomon Ibn Gabirol und Moses Maimonides in der scholastischen Literatur bezeichnet werden. In dem Isaak hat der Autor unserer Schrift wohl kaum den Juden erkannt. Er wird von ihm niemals als solcher bezeichnet; dagegen wird er in der die Schrift einleitenden literaturgeschichtliehen Übersicht unter den berühmten arabischen Ärzten als erster genannt1 2). Von den drei Stellen, an denen Isaak zitiert wird, beziehen sich zwei auf medicinisch-physiologische Fragen und sind aus dem Liber Diaetarum universalium geschöpft. Die erste handelt von der Temperatur des Gehirns und lautet, wie folgt (pag. 512, 25): Consistit autem odor principaliter in sicco et secundario in hu״ mido contrario modo sapori. Est enim adjuvamen cerebri natura״ liter juxta Aristotelem frigidi et humidi, licet Isaac cerebrum calidum naturaliter et actuaiiter9) frigidum esse asserat Die entsprechende Stelle bei Isaac lautet3 *): Cerebrum etsi naturaliter sit ף pag. 279, 39: medici autem Isaak, Haly, Almansor, qui et Rasi dicitur, horumque certissimus supradictus Avicenna, qui medicinam completissimus omnium edidit. 2) Dafür ist wohl dem Wortlaut bei Isaak und dem Sinne ent״ sprechend accidentaliter zu lesen. 3) Diaet. univers. Lectio XXXIX (Omnia opera Ysaak Lugduni 1*15)• fol. LXXIil, col. I.