Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 12)
- Language
- German
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Besprechungen. 231 daß beide, d. h. der Kommentator von Para VIII und unser Kommentator, eine ältere Quelle benutzt haben. Mir scheint vielmehr, daß diejenige Version, die im Aruch und in תשובות גמו״מ vorhanden ist, die ursprüngliche ist. Die erste Hälfte schließt mit der Einteilung der Reinbeiten (טהרות) in zwei Abteilungen, wovon die zweite wiederum in vier Unterabteilungen zerfällt, worauf diese Hälfte mit dem Wunsch וה, ימהר אותנו מכל טומאותינו שכן כתוב מרקתי עליכם schließt1 2), woran sich sehr passend die Klassifikation der Unreinheiten (טומאות) anreiht mit einer ähnlichen Schlußformel: ■ובזמן הזה טהרת המת אין לנו בשביל שאין לנו מי נדה ואנו נשרויין] בטומאה בארץ העמים עד שירחם המקום ויקיים בנו 2.וזרקתי עליכם מים טהורים וגו׳). Ich vermag auch keinen großen Unterschied zwischen dem Stil der ersten Hälfte und dem der zweiten'zu finden, oder daß die erste aus dem Arabischen übersetzt sei. Höchstens zeigen die Arabismen, daß der Autor arabisch sprach. Es sei mir auch gestattet, eine Vermutung״über den Autor dieses Stückes auszusprechen. Der Aruch nennt es zwar das Werk eines Gaon, was aber in der ursprünglichen Version in תשובות גמו/7מ fehlt. Nun verweist E. (S. 112) auf eine Stelle in Nissims ספר המפתח, die mit unserer Einleitung übereinstimmt und rechnet daher Nissirn zu den Benützern unseres Kommentars. Ich glaube aber, daß das ganze Stück einfach ein Exzerpt aus Nissims מגלת סתרים ist3), wo auch Erklärungen zu verschiedenen taimudischen 1) Dieser Satz fehlt im Aruch, der auch sonst manche Änderungen der Version in תשובות נמו/7מ gegenüber aufweist, diese ist aber die ursprüngliche und hat den Charakter eines Responsums erhalten, wo־ gegen dieser Charakter im Aruch, wo das Stück als der Kommentar eines Gaon ausgegeben wird, verwischt ist. 2) Dieser Schluß erinnert merkwürdiger Weise an die Ansicht 4Anäns, der ebenfalls, im Gegensatz zu seinen Nachfolgern, eben deswegen die Reinheitsgesetze als aufgehoben betrachtete und sich dabei auf die Ansicht der Rabbaniten gestützt haben soü.^ So sagt von ihm ein antikaräiscber Polemiker (angeführt von mir REJ. XLV, 197): .. אנה (אי ענף קאל עלי, קול.אלרבאניה אין טומאה למת מן אלתורה קד קאל כי מי נדה לא זרק עליו עליו טמא יהיה עוד טומאתו בו פכאלפוה הם .עלי מטאבקתה ללרבאנין עלי ז־לך אלך 3) Es ist also jedenfalls an die Spitze unseres Kommentars von einem späteren gesetzt worden, vielleicht von dem bald zu erwähnenden Glossator, der dazu noch manches am Anfang hinzugefügt hat. Unter dem Einfluß der nur in תשובות גםו״מ vorhandenen Worteוב^הו■ •אשד. ׳■