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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 2 · p. Seite 226

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1917-01-01
Page
Seite 226 (sequence 7)
Language
German
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Besprechungen. 26 seiner Schriften übereinstimmen (s. E., S. 33—34), wenn auch dies nur die Benutzung Saadjas von Seiten unseres Kommentators beweisen kann (da andererseits auch Differenzen vorhanden sind, s. S. 35). Aber zuerst müßte festgestellt werden, ob Saadja überhaupt derartige Kommentare verfaßt hat. Zwar berichtet Petachja: □ובארץ בבל לומדי פי׳ רבינו סעדיה שעשה מכל הקרייה ומששה סדרים, es ist aber fraglich, ob darunter ein Kommentar gemeint sei, oder aber eine arabische Übersetzung (so Bacher, jew. Enc. X, 581 b ob.; vgl. zur Analogie den Bericht Abr. Ibn Dauds über Josef Ihn Abitur, ed. Neubauer, S. 6g: (והוא פירש את כל התלמוד בלשון ערבי למלך ישמעאל ששמו אלחכים und ob der Bericht Petachjas überhaupt authentisch ist? Was wir aber ausdrücklich als den Kommentaren Saadjas entnommen angeführt finden (פירושי רב סעדיה), sind keine Worterklärungen und meistens auch anderen seinen Werken entnommen. Es sind dies im ganzen vier Stellen, von denen ich drei schon anderweitig besprochen und nachgewiesen habe, daß sie nicht aus talmudischen Kommentaren Saadjas stammen können (s. mein רב דוסא ברב סעדיה גאון, S. 11) und von denen die vierte (Saadyana, S. 61), auch von E. (S. 31, n. 4) angeführte: ומציגו בפירושי רבינו רב סעדיה גאון נמחסחה ■זצ״ל פירנוש] מכוון לפרוש ראשונים וכו׳ halachischen Inhalts ist. Die wenigen Spuren aber, die E. (S. 31) nachweisen konnte, und wo es nur פתרו; פירשו heißt, sind sämtlich arabisch. Er könnte also höchstens in dieser Sprache einen solchen Kommentar verfaßt haben (s. £., S. 36). Es ist also anzunehmen, daß unser Kommentar zwar der gaonäischen Zeit angehört, aber kein Werk eines Gaons ist, vielmehr eines fahrenden Schülers, der sich lange in einer der beiden gaonäischen Hochschulen (oder vielleicht sogar in beiden) aufgehalten und dort sein Hauptmaterial gesammelt, daneben aber auch aus anderen Quellen geschöpft hat. Er war gewiß in Palästina, wo es ebenfalls schon noch vor Saadja einen Gaon und eine gaonäische Hochschule gegeben hat (s. darüber zuletzt meine Abhandlung in der Schwarz-Festschrift) und wahrscheinlich auch in Egypten, wo er so manches erfahren hat. Von einem solchen Schüler rührt auch der fälschlich Saadja beigelegte Kommentar zu Berachot, eö. Werth ei mer, der den Eindruck loser, unsystematisch gesammelter Notizen macht, wo, besonders am Anfang, sogar die Reihen» folge des Talmud nicht eingehalten ist und wo neben Glossen auch Steilen halachischen Inhalts sich finden1), nur während dieser Komm, ara- ־;נ S. z. B. fol. 11b, 15a, 18 b. Ginzberg (Geonica I, 164) und

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