Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 2 · p. Seite 225

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1917-01-01
Page
Seite 225 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829881-2829884-2893982--42730-2894139
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Besprechungen. 225 Erklärungen enthielten und daß in ihnen sogar die Halacha festgelegt wurde, s. z. B. das Responsum Hais nach Kairuwän (Lyck, nr. 59, שאלתם במה שאמרו ולא יקרא לאור הנר ... ומצאנו :(222 ספר העתים דהלכה כרבה וכו׳ (Var. בפירושי רבינו(אדונינו נטריה רחמנא; rsba. zu Schabb. 37b: הא דאמר רב שמואל בר רב יהודה א״ ר יוחנן כירה שהסיקוה בגפת ובעצים משהין עליה חמין שהוחמו כל צרכו ... וראיתי בפירושי רבי׳ האי גאון ו״ל ... שכך כתב וז״ל והלכה כסר להחזיר תנן ונסתייע בפירוש אמר רב ששת א״ר יוחנן כירה שהסיקוה בגפת ובעצים'משהין עליה חמין שלא הוחטו כל צרכן וכו׳. Denselben Charakter haben auch die Zitate aus dem Kommentar zu Berachot und Chagiga (s. z. B. Jehuda b. Barsillais Jezira-Kommentar, S. 26. 138. 149. 154; 34 ספר העתים; RSBA. zu Berachot 2b, 10b, 11b, 12a, 15a, 36b, 38a; חידושי מהר״ם חלאוה zu Pesachim 61 d usw. usw.). Daß nun aber auch solche Kommentare Worterklärungen enthielten und wahrscheinlich auch die Wiedergabe mancher Wörter im Arabischen, ist ja selbstverständlich (vgl. zur Analogie Raschi). Ich glaube also, daß Hai Worterklärungen wie die unsrige zu Tohorot nicht verfaßt hat und daß solche Er« klärungen überhaupt eine ältere Stufe als Hai darstellen. Somit würde sich auch erklären, daß der Einfluß dieses Gaon sich in unserem Kommentar nicht bemerkbar macht. Wer war nun also der Autor, und wo und wann lebte er? Daß er nun in Babylon in der Nähe der Geonim gelebt hat (wenn vielleicht auch nicht beständig), das beweist der ganze Inhalt des Kommentars und besonders die große Benutzung des gaonäischen Schrifttums, sowie die vielen in ihm enthaltenen aramäischen, aramäisch-arabischen, arabischen und arabisch-persischen Glossen, die alle schon in ihrem Dialekte auf Babylonien Hinweisen. Daneben weisen aber die griechisehen Glossen, die Kenntnis palästinensischer Gebräuche und dgl. auf einen Mann hin, der entweder aus einem anderen Lande stammte oder in anderen Ländern sich aufhielt, und da könnten wir an Saadja denken, der aus seiner egyptischen Heimat so manche, wenn auch schwache Kenntnis des Griechischen mitgebracht haben konnte (s. E., S. 74), von dem wir jetzt wissen, daß er sich in Palästina und anderen Ländern aufgehalten, der aber auch das Babylonisch-Aramäische gekannt hat. Dies umsomehr, als in einer Glosse zu Mach. V, 9 Saadja deutlich als Verfasser bezeichnet wird (ולקמן פירש רב סעדיה פ׳ כתף ונטף) und als in einer anderen Glosse zu Uk. I, 5 auf jene Bezug genommen wird (וזה פירוש כתף ונטף). Dann kommt noch hinzu, daß eine Reihe von Erklärungen in unserem Kommentar mit denen Saadjas in manchen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.