Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 3)
- Language
- German
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- Rashi 2× ep/1002670
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222 Besprechungen. von Hai herrühren, da dieser das bibl. סמר von מסמר/ Nage), abgeleitet hat, s. ibn Esra zu Hi. iV, 15:תסמר; תרעיד כמו סמר מפחדך בשרי ורבנו האיי ו״ל מפרש שהוא ממסמרות כי הכאב כמסמר נטוע, in der Tat zitiert auch Aruch dieselbe Erklärung s. v. 5צמר (VII, 26) im Namen von יש מפרשץ, also wie immer anonym. Es ist also nicht nötig mit E. (S. 16) anzunehmen, daß Natan s. v. פי כריסה nur den Mainzer Kommentar zu Nidda reproduziert hat. Ob nun in diesem Kommentar der unsrige Hai zugeschrieben wird, ist überhaupt zweifelhaft, da die beiden von E. (S. 18) angeführten Stellen dieses strikte nicht beweisen1), dagegen vindizieren ihn Hai die Franzosen, vor allem Raschi, da, wie £. richtig ausführt, der Kommentar zu Tohorot als das Werk eines Oaon gegolten hat, Gaon ^a׳r’ ef;o%r}v aber war ihnen Hai. Hier ist also die Hauptquelle für die falsche Autorschaft Hais zu suchen. Zu diesen Beweisen fügt E. noch andere gegen die Autorschaft Hais hinzu. Vor allem die griechischen Glossen, die schon früher vieles Bedenken' erregten. Diese Glossen weisen auf eine gewisse, wenn auch nicht allzugroße Kenntnis des Griechischen von seiten des Autors hin, Hai aber hat schwerlich irgend etwas von dieser Sprache verstanden. Für seine Unkenntnis dieser Sprache zitiert man gewöhnlich die Responsen 47 11. 291 in Stud. u. Mitt. IV, wo es heißt: שכל אותן הרכין הזכורין כאן לשון יוגי הן ואין אנו מכיריו בהן, resp. פילוסין לשון יוני הוא ואץ אנו מבירץ אותו, ist dieser Beweis nicht ganz stichhaltig, da es noch fraglich ist, ob diese beiden Responsen von Hai herrühren (worüber weiter unten), so beweisen dies andere Stellen, wie seine Erkiärung von אספרגס (das. nr. 379) und von חדשים גם ישנים) סופסטים VH, 5)• Die Erklärungen dieser Schwierigkeit aber von Seiten Berliners und Harkavys und ebenso auch die meinige2), die ich aber jetzt zurücknehme, da ich die Autorschaft Hais nicht mehr aufrecht halte, könnten mir gelten בשעת הדחק, d. h. wenn die Autorschaft Hais feststände|; so aber sind sie nicht mehr nötig. Ein weiterer Beweis gegen Hai ist che Kenntnis des palästinensischen Targums von Seiten unseres 3) Beide Stellen werden dabei mit ואמר לן 1רבי] משום רב האי גאון/ resp. ׳ואמר לן רבי דרב האיי גאון אמר d. h. Isak b. Jehuda im Namen Hais, eine Redensart, die ähnlich auch bei Raschi zu Sabb. 92 a vorkommt: ובשם רבינו יצחק בח יהודה מצאתי שאמר בשם רב האי וכו׳. 2) S. E. S. 3ל der nicht beachtet, daß ich später die Frage nach der Autorschaft unseres Kommentars als eine offene ließ, vgl. jQR., N. S., III, 41 י־ל