Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Lazarus Bendavid
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2829132-2829881-2829884-2893979--42693-2894106- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
192 Lazarus Bendavid. schaulichung der Theorie durch Beispiele verzichtend, die gerade bei der Behandlung von Fragen, die das Gefühl des Schönen und Erhabenen betreffen, das Verständnis zu erleichtern, besonders geeignet wären (Vorrede S. HI), leidet die Schrift an einer Reizlosigkeit, die hier mehr nochmals sonst von dem Leser unangenehm empfunden wird. Die »Beiträge zur Kritik des Geschmacks« (Wien 1797), die seinem Gönner, dem Grafen Carl von Harrach1), gewidmet sind, behandeln ziemlich unabhängig von Kant, der in der Kritik der Urteilskraft die einzelnen Künste nur kurz berührt: 1) Die Einteilung der Künste, 2) Über die Künste des Raumes überhaupt, 3) Über die Dichtkunst, 4) Über die Tonkunst In dem »Versuch einer Geschmackslehre «(Berlin 1799), gleichfalls aus Vorlesungen entstanden2), gibt B. eine Zusammenfassung der Lehren der Ästhetik, die sich im Wesentlichen auf den Grundbegriffen der Kantschen Kritik der Urteilskraft aufbaut und die gesamte Literatur auf diesem Gebiete sorgfältig benutzt3), die aber den Stoff selbständig verarbeitet und in systematischer Form zur Darstellung bringt. Die Schrift ist eine der interessantesten und noch heute lesenswertesten unter den Schriften Bendavids. Die »Vorlesungen über die metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft« (Wien 1798) sind ein Auszug aus Kants Schrift: »Metaphysische Anfangsgründe der Natur- Wissenschaft«, der bis auf eine mitunter vorgenommene Umgestaltung der Kantschen Beweise nichts Neues bietet4). x) Selbstbiographie S. 62. 2) Vorrede S. VII: »Der Lehrer, der sich des Buches als Leitfadens bei den Vorlesungen bedienen will, als es der Verfasser getan«. 3) Das. S. V: »und das höchste Ziel, das er zu erringen wünscht, wäre, wenn das Werk den Leser überzeugen sollte, daß der Verfasser das Beste in diesem Fache, was so zwischen Aristoteles und dem neuesten Stück der Propyläen liegt — das Handlexikon seligen Andenkens etwa ausgenommen — gelesen und dahin benutzt habe, um diesen allgemeinen Gesichtspunkt aufzusuchen«, 4) Vorrede: »Ließ mir auch der architektonische Plan Kants