Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 2 · p. Seite 120

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 2
Article
Die Vortragszeichen der Samaritaner
Date
1917-01-01
Page
Seite 120 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
78% known words query
IRI
…/2829132-2829881-2829884-2893974--42616-2894034
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

120 Die Vörtragszeichen der Samaritaner. ähnlich, wenn wir ihn als tonischen Akzent auffassen, sonst aber auch als Pneuma spiriius asper, deutlich dem armenischen Hauch׳־ Zeichen ׳* für harte Intonation analog. Enged hat ein Analogen im byzantinischen duo kentemata* 1). Afsak ist, wie bereits erwähnt, altorientalisch. Bereits in den assyrischen Keilschriften wird dieses Zeichen als Satzteiler gebraucht Enged ließe sich ferner mit der griechischen conjunctio Afsaq mit der griechischen separatio’ in Zusammenhang bringen, indem sie aus Halbkreisfiguren zu je Doppel-Punktfiguren verändert wurden. Eine solche Umformung ist auch bei den Punktneumen waKrzunehmen 2). Atmahu und bahi haben ein und dasselbe Zeichen, welches in den hebräischen Akzenten im mehuppach^ allerdings ohne Punkte vertreten ist. Sejala gleicht der oft vorkommenden Form des Trigon in den byzant. Neumen, hat aber innerlich mit diesem nichts gemeinschaftliches. Sa‘if scheint eine Zusammensetzung des afsak mit einem doppelten se'ika zu sein. Verdoppelungen von Neumen sind sehr häufig. Die byzantinische Lektionsschrift hat einen »Oxeia diple«, die hebräische Akzentuation hat »tren kadmin«, welcher dem Oxeia diple in seiner tonischen Bedeutung ähnlich ist. Ebenso die Verdoppelungen mercha kefula, gersajim. Turu gleicht dem sakef gadol der äußern Form nach. uiid gravis) vorhanden sind. Vgl. Fleischer a. a. O.; mein Hebr.- Orient. Melodienschatz I, S. 21. Anhaltspunkt dafür ist Sofrim XIII, 1.: מתיפי בפתחיות;באתנחייהא וסוף פסוק indem er nur drei Akzente erwähnt, denn mit p‘ticl1ijjot kann nur kadma —akut gemeint sein. Für diese existieren auch im'babyl. Akzentsystem Zeichen. Später wurden andere neun Trenner מפסיקים sowohl im babyl. System (durch Buchstaben) als auch im Tiberianischen hinzugefügt. ZurZeit Ben-Aschers wurden dann die Diener מש רווים beigegeben. Die Samarit. afsak, annachu u» se'ika entsprechen den erwähnten drei Urzeichen. 1J VgL Wagner a. ä. O. Kap. VIII ff. 2) Vgl. Wagner a. ä O.; Enged u. conjunctio sind »jerach oerv jomo« analog. Letzterer bedeutet Verbindung od. kurzen Ton.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.