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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1917-01-01 · Heft 2 · p. Seite 114

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
61 (1917)
Issue
Heft 2
Article
Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer und Leopold Zunz
Date
1917-01-01
Page
Seite 114 (sequence 26)
Language
German
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114 Der Briefwechsel zwischen Isak Noa Mannheimer 11, Leopold Zunz. diesen Monath hierher reisen wird. Derselbe, ein Mediziner, logiert mit dem Dr. Beifus1) zusammen, und wenn ich mich nicht irre,, so ist es ein Bekannter vom Dr. Schöneberg2). Der Herr wird gewis gerne einen Brief für mich mitnehmen, warte aber nicht mit dem Schreiben auf seine Abreise, im Falle sie sich verzögert. Grüße Deine lieben Eltern, Deinen lieben Mann, die Doctorin Auerbach3), wenn Du sie siehst und Madame List; es würde mich sehr freuen, die Nachricht ihrer glücklichen Niederkunft zu vernehmen. Recht bald Dein Wohlsein zu erfahren, dies wünscht von ganzem Herzen Deine Freundin Lisette Mannheimer. Wer Sie recht herzlich grüßt und auf die Kunde von Ihrem Wohlsein sich sehr freut, ist Ihr ergebener Mannheimer. Herrn Dr. Zunz Wohlgeb. in Berlin. Wien, den io. August 1825. [Von Zunzens Hand; ׳ beahtw. d. 27. Januar 1826.] Lieber Freund! Ich entschuldige mich auch gar nicht, daß ich nicht früher geschrieben habe, sondern werde mich am Ende hier entschuldigen, daß ich schon jetzt schreibe — zum Glück sollen Sie kein Post״ geld für den Wisch ausgeben — viel wäre er wahrlich nicht werth. — Soll ich Ihnen meine negativen Nachrichten mittheilen? Das neue Gebäude, Synagoge, Schule, מקוה, alles in Einem ist noch nicht ausgebaut, — meine Anstellung noch nicht genehmigt, — ich bin noch nicht zur Thätigkeit gelangt —־ und meine Frau — noch nicht mit der Wirtschaft beschäftigt. Es ist alles noch im Werden, ich beschäftige mich wieder ausschließlich mit der Litteratur, Zur Abwechslung suche ich curiosa in den פיוטים, die Sie vermuthlich schon lange entdeckt haben. Haben Sie in der Bibliothek was für mich zu thun so geben Sie mir nur die Aufträge, ich werde sie nach Kräften ב) Vgl. Note 2 auf der vorigen Seite. 2) Geb. 1794 in Moor in Ungarn, gest. 29. November 1854 in Berlin, vgl. Steinschneider C. B. 7141. 3) S. oben S. 97, Anm. 1.

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