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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 6 · p. Seite 471

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1916-01-01
Page
Seite 471 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen. 471 von dem Tempel auf die Synagogen übertragen wurde. Daß die diese Sitte betreffende Tradition im Namen R. Jochanans vorgetragen wird, beweist nichts dagegen, da ja R. Jochanan ältere Lehren zu überliefern pflegte, was auch E. bemerkt, (S. 553 nach Bacher Ag. d. pal. Amor. I, 207). Aus der Talmudstelle Ber. 7b, könnte höchstens gefolgert werden, daß diese Sitte in Babylonien sich nicht überall eingebürgert hat, oder daß sie dem Babylonier R. Nachman nicht bekannt war. Die Herleitung der Gebete von den Opfern ist ein Grundprinzip, welches vielen Sitten zu Grunde liegt, ln Ber. 56b. und Toß. das. 111, 1 —2 wird auch das Mußaf- und das Abendgebet von dem Tempeldienste abgeleitet. Dies konnte, soweit die letzteren in Betracht kamen, aber nur auf den Anfang der betreffenden Zeiten Anwendung finden. Vgl. zu Ber. 26 b. die Stelle in Genes, r. 68 א״ר .תנחומא אפילו תפילת הערב יש לה קבע כנגד האברים ופידרים שהין מתאבלים באור על המוביח. Und wenn Beracb. 26 b. bemerkt wird: ומפני מה אמרו תפילת הערב אין לה קבע: שהרי אברים ופדרים שלא נתאכלה מבערב קרבים והולכים כל הלילה, so entspricht das vollständig der Halacha bezüglich der Zeitbestimmung für das Abendgebet. Dasselbe gilt vom Mußafgebete, welches jedenfalls erst nach dem Morgengebet אחר תפילת השחר, wie Schwarz zur Toß. IV., Note 10 mit Recht bemerkt, verrichtet werden soll Die Bemerkung des Autors S. 553, »jedoch ist dort für das Mußafgebet überhaupt keine und für das Abendgebet eine unzureichende Begründung gegeben«, hat darum keine Berechtigung. Die Gebetzeiten entsprechen vollständig den Zeiten, der betreffenden Opferdienste im Tempel. Und nicht nur die im Talmud behandelten, sondern auch die von späteren Autoren verzeichneten Sitten und Gebräuche sind mitunter uralt. Auch in Bezug auf diese gilt das bekannte Wort Maimüni’s in seinem Kommentar zur Mischna Menach IV, 2: . . . לפי שהיו הדברים האלו מפורסמים ואין ענין מהן נפלא משום אדם וע״כ לא ראה לדבר בהן כמו שלא הסדיר התפילה ר״ל נוסחה ואיך יתנהג שליח צבור לפי,שהיהו מפורסם Wenn, um auch für das hohe Alter, solcher erst in nachtalmudischen Schriftwerken erwähnten Sitten ein Beispiel anzuführen, der Verfasser S. 499 bemerkt, daß »bei den Frommen in Frankreich die Sitte beobachtet wurde, während der Tefilla den ganzen Körper zu schütteln (התנועע, /נענע את עצמו), was wahrscheinlich ebenfalls von den Mystikern stammt und sogar angeblich im Midrasch empfohlen wird«, so findet sich dies tatsächlich im Midr. Tanchuma zum Abschnitt וירא

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