Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die talmudische Literatur der letzten Jahre
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 374 (sequence 6)
- Language
- German
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374 Die talmudische Literatur der letzten Jahre. Feste); XI. Schrift- und Buchwesen (Schriftkunst, Schriftarten Schreibmittel, Schreibwerkzeuge, graphische Hilfsmittel, die Schrift, das Buch, das Lesen, Privatschriften, politische Schriften, Urkunden, Form der Urkunden, Siegel, Schriftenbunde, Schriftenbehälter, Archive, Schriften Vernichtung); XIL Schule (ihre Geschichte, Ausbreitung und Erhaltung, Gebäude, Einrichtung, Schulrequisiten, Beleuchtung, Sitzordnung, Besoldung der Lehrer, Schulbesuch, Ferien, Lehrer, Schüler, Behandlung der Lehrer und Schüler, lautes Lernen, Gewöhnung, Lehrstoff, Lehrgang, Bildungsstufe). Der dritte Band enthält noch: Nachträge und Berichtigungen zu den früheren zwei Bänden, ein ausführliches Sachregister und vier Wortregister: hebräisch-aramäisch, persisch, griechisch und lateinisch. Die Schilderung ist im allgemeinen ausführlich, wenn auch nicht immer erschöpfend. Die Darstellung ist mit sehr geringen Ausnahmen, übersichtlich und klar; in vielen Fällen erleichtern Abbildungen das Verständnis. Die Diktion ist gedrängt kurz, die Sprache, einige wenige Härten abgerechnet, glatt und fließend. Den einzelnen Abschnitten gehen ausführliche Literaturverzeichnisse voraus, die in den Noten noch . ergänzt werden. Der gelehrte Apparat befindet sich am Ende eines jeden Bandes, was für den gebildeten Laien einen besonderen Vorzug bedeutet Schon aus der hier mitgeteilten trockenen Inhaltsübersicht erkennt man die ungeheure Fülle des Materials, das in diesem Werk verarbeitet wurde. Beachtet man nun noch die Tatsache, daß die Nachrichten nicht immer auf der Oberfläche liegen und einfach registriert werden können, daß vielmehr oft die Daten aus der Tiefe der Halacha heraufgeholt oder aus der agadischen Umhüllung herausgeschält werden müssen; erwägt man noch, daß die Texte nicht immer in bestem Zustande und friedlicher Übereinstimmung sich befinden, und daß die Textkritik hier von außerordentlicher Wichtigkeit ist, da zuweilen selbst durch eine textlich geringfügige Variante Alter und Heimat einer Nachricht ganz verschoben wird; zieht man endlich in Betracht, daß auch eine große außertalmudische Literatur benützt werden mußte —