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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 5 · p. Seite 327

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 5
Article
Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
Date
1916-01-01
Page
Seite 327 (sequence 7)
Language
German
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Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. 327 ich bereits bei Übersendung dreier meiner Werke in einem Schreiben an die Akademie des inscriptions vom 28. Februar 1837 ausgedrückt habe. Denn leider ist hier wieder ein Beispiel, wie das giftige Vorurteil nur auf dem Boden der Unwissenheit gedeihet. Indem ich nochmals meine Bitte, sowie den Bittsteller Ihrem Wohlwollen empfehle, ergreife ich diese Gelegenheit, Sie der ausgezeichneten Hochachtung zu versichern, mit der ich die Ehre habe zu sein . . . .« Auch diese Angelegenheit scheint keinen weiteren Erfolg gehabt zu haben» Wenigstens ist nicht bekannt, ob Rothschild geantwortet hat, und ob wirklich in französischen Zeitungen der Zunzsche Aufsatz abgedruckt worden ist. Besonders interessant ist die Stelle in dem Briefe Zunzens, daß er den Aufsatz «auf* höhere Veranlassung« geschrieben habe. Doch läßt sich nicht sagen, ob er von der Berliner Gemeinde, die er übrigens schwerlieh so bezeichnet haben würde, veranlaßt worden ist, noch läßt sich angeben, was mit der »höheren Veranlassung« gemeint ist. VIII. Berufung nach Rußland. Auch von dieser eigenartigen Angelegenheit wird ebenso wenig wie von den früheren in Kaufmanns Biographie gesprochen. Es handelt sich hierbei um den Prediger Lilienthal, der damals Rabbiner in Riga war, und um den Minister der Aufklärung Uwarow, mit dem der genannte Rabbiner in enger Verbindung stand (vgl. G. Deutschs Artikel über Lilienthal in der A. Z. d.J. 1915, Nr. 1/6.47.48, ferner mein Buch »Abraham Geigers Leben in Briefen« Berlin 1878, S. 164—166.) Der tatkräftige Mann, der die ernstesten Anstrengungen machte, .die russischen Juden aufzuklären und zu diesem Zwecke hervorragende jüdische Gelehrte, die in Deutschland lebten, nach Rußland zu ziehen, dachte dabei auch an Zunz. Die erste Notiz über die ganze Angelegen־ heit findet *sich in einem Briefe von Zunz an den Gelehrten L, Dukes, der damals in Hamburg lebte. Zunz schreibt, 24. Febr. 1841: »Ich teile ihm Lilienthals in Petersburg Aufforderung an die jüdischen Gelehrten Deutschlands mit und ermuntere ihn,

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