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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 4 · p. Seite 254

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 4
Article
Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
Date
1916-01-01
Page
Seite 254 (sequence 10)
Language
German
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254 Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. 2. November 42: »Meine Vorträge über jüdische Literatur haben mir gezeigt, daß ich mit einem Fuße außerhalb des gewohnten Lebens stehe. Ich habe nur täglich 1 Th. 4 Sgr. und 10 Pfg., wofür ich weder den Tanz der göttlichen Fanny, noch alte hebräische Manuskripte, noch die Aufmerksamkeit der jüdischen Aristokratie, noch einen Titel mir verschaffen kann.« III. Namen der Juden. 1836—37. Die Entstehung dieses merkwürdigen Büchleins, das, nachdem die Originalausgabe längst vergriffen ist, manchem Leser durch den Neudruck in den Ges. Schriften, Bd. II, S. 1—83, wo es in berichtigter und vermehrter Gestalt abgedruckt ist, bekannt sein dürfte, ist folgende: Eine Kgl. Kabinetsordre hatte den Juden die Führung christlicher Namen untersagt. Die Ältesten der jüdischen Gemeinde in Berlin beauftragten Zunz, in einem Gutachten die Geschichte der Namen zu beleuchten. Zunz vollendete das Gutachten am 16. Oktober 1836, *wie er dem Vorstande am 18. Oktober berichtete und erhielt dafür ein Honorar von 100 Th. Am 13. bot er es seinem Verleger Asher zum Verlag an. Dieser muß abgelehnt haben, was aus dem Grunde erklärlich ist, daß sich diese Schrift gegen eine preußische Verordnung wendete. Infolgedesen wandte sich Zunz an jul. Fürst in Leipzig am 19. Oktober 36 mit der Bitte, ihm einen Verleger in Leipzig zu verschaffen. Er fuhr fort: »Der Verleger zahle 12 Louisd’or, sobald er das Manuskript in Händen hat, der Druck beginnt sogleich, er druckt 1250 Exemplare, bei einer neuen Auflage zahlt er 73 des Honorars: Von jeder Auflage bekomme ich zwei Velin und zehn Schreibpapier-Exemplare. Das Dedikaiionsrecht verbleibt mir. Die zweite und dritte Korrektur besorge ich, aber der Verleger trägt das Porto dafür.« Fürst verschaffte den Verleger L. Fort in Leipzig; diesem schickte Zunz das Manuskript am 3. und 5. November. Am 13. bat er Ph. Ehrenberg durch seine Londoner Freunde eine Anzeige der Schrift in englische Zeitschriften einrücken zu lassen. Von dem Büchlein besorgten Fürst und Delitzsch die erste Korrektur. Das Büchlein wurde

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