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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 4 · p. Seite 255

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 4
Article
Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten
Date
1916-01-01
Page
Seite 255 (sequence 11)
Language
German
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Zunz im Verkehr mit Behörden und Hochgestellten. 255 schnell gedruckt, sodaß Zunz, nachdem er am 27. November und 4. Dezember eine Anzahl Berichtigungen geschickt und demVerleger am 10. Dezember geschrieben hatte: »Das Verbot scheint mir unwahrscheinlich, aber solche Bücher gehen gut, auch ist fortschreitender Absatz unbenommen, und ich würde in eine weitere Verkürzung des Honorars willigen, wenn er mir den Schaden nachwiese«, schon am 9. und 16. Dezember Exemplare an seinen alten Gönner R. S. Gumpertz senden konnte, dem er die Schrift gewidmet hatte, an Jacobsohn und an manche hochstehende Männer. Unter diesen Männern sind der Geh. Oberregierungsrat 1. Schulze, Prof. Neander, Alexander von Humboldt und Varnhagen von Ense hervorzuheben. Der Brief an Humboldt hat folgenden Wortlaut: »Euer Exzellenz bin ich so frei, mich durch gegenwärtiges unbedeutendes Büchlein vorzustellen, wobei mich die Überzeugung tröstet, daß der »Temps« nichts Unpassenderes als den Namen Humboldt mit mittelalterlichen Maßregeln gegen die Juden verbinden konnte und zugleich die Hoffnung ermutigt, daß Sie seiner Kleinheit wegen das Werkchen nicht verschmähen werden, indem gegen die Größe Alexander von Humboldts ja auch eine bedeutendere verschwindet.« An Varnhagen schrieb er: »Das Äußerlichste der Individualität, den Namen, habe ich von einem gegebenen Standpunkt als ein Innerliches, geschichtlichem Leben Entsprossenes angeschaut und nachzubilden versucht. Dem Meister in der Zeichnung des historisehen Individuums überreiche ich meine Skizze mit der Bitte, dieselbe, wenn auch nicht als eine Aufmerksamkeit, doch als ein geringes Zeichen der Hochachtung annehmen zu wollen, mit der ich mich nenne.« Daß Humboldt und Varnhagen sich freundlich darüber ausgesprochen, gibt Dav. Kaufmann in seiner Biographie Zunz’ an. Ein letzter Brief vom 2. Januar 1837 an den Prinzen von Schönaich-Carolath ist dadurch wichtig, weil daraus hervorgeht, daß die Anzeige in Berliner Blättern Schwierigkeiten begegnete. Trotz der hochfliegenden Erwartungen von Zunz scheint das »*®WB :־i:«SäR8 . . Büchlein nicht gut gegangen zu sein. D3es geht aus einem Briefe

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