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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 3 · p. Seite 182

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 3
Article
Die talmudische Literatur der letzten Jahre
Date
1916-01-01
Page
Seite 182 (sequence 11)
Language
German
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182 Die talmudische Literatur der letzten Jahre. Regeln in unserer Baraitha: wie [der jgaonäische Redaktor der Baraitha die in der rabbinischen|[Literatur gefundenen Regeln wiedergibt. 4. Wie kam es, daß diese Baraitha dem Tannaiten R. Elieser ben R. Jose ha־Geliii zugeschrieben wurde? Antwort: weil man annahm, daß der die Baraitha einleitende, das Lob dieses Tannaiten als Meisters der Agada enthaltende Satz ursprünglich zur Sammlung gehörte. 5. Zur Erklärung von ספר היובלות in der erwähnten Mitteilung des Chronikkommentars: es ist eine gaonäische Chronik. Dann folgt im Anhang: Schriftauslegungen Sa’adjas, die der 9. und 11. Middah entsprechen, Nachträge und Berichtigungen. Das Ergebnis seiner Untersuchung faßt der Verfasser wie folgt zusammen: »R. Elieser, Sohn des Galiläers R. Jose, kann nicht als Schöpfer und Urheber der 32 Middoth angesehen werden, da achtundzwanzig derselben sich an die Namen anderer, zumeist viel älterer Tannaiten knüpfen. Aber auch die Sammlung und Zusammenstellung, sozusagen die Redaktion der 32 Middoth, kann REbJG nicht zugeschrieben werden, da zwei derselben die 14. und 28. erst in der amoräischen und wieder zwei, die 9. und 11. erst in der gaonäischen Zeit nachweisbar sind, davon ganz abgesehen, daß REbJG, wäre er der Redaktor unserer Baraitha gewesen, von den in ihr vereinigten Regeln in seinen eigenen Schriftauslegungen häufigen Gebrauch hätte machen müssen, während er in Wirklichkeit die Middoth überhaupt verhältnismäßig selten an wendet und sich überdies auf den Gebrauch nur einiger weniger Regeln beschränkt, die zu den populärsten gehörten. Die Sammlung und Vereinigung unserer 32 Middoth kann aber auch in die amoräische Zeit nicht verlegt werden, weil die 9. und 1s. Regel viel jünger sind. Neben den bezeichneten Argumenten spricht auch noch die Tatsache, daß in der ganzen Traditionsliteratur der 32 Middoth keine Erwähnung geschieht, dafür, daß deren Sammlung und Zusammenstellung weder in der tannaitischen, noch in der amoräischen Zeit stattgefunden hat; denn bei der eminenten Bedeutung der Middoth und deren

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