Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 3 · p. Seite 165

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 3
Article
Das Sabbatäer-Gebetbuch des Simon v. Péchi
Date
1916-01-01
Page
Seite 165 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829873-2829877-2893575--42132-2893601
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das Sabbatäer-Gebetbuch des Simon v. Pechi. 165 durch den Vorleser wiederholt zu werden. Wer allein betet, muß bloß die letzte Benediktion jedes Abschnittes iterieren aus dem Grunde, damit er etwaige Fehler des ersten Hersagens gutmache.« Und nun folgt eine unserem Ritus unbekannte Zusammenstellung der Schlußbenediktionen: Gelobt seist Du Herr, Gott, der du. Abraham schütztest; Gelobt seist Du, Allmächtiger, Herr, der Du die Toten erweckst und belebst usw., in gewisser Beziehung dem ־ הביננוGebet entsprechend, das aber nie als Wiederholung der Tefilla gesprochen wird. Für »eifrigere Beter« läßt Pechi nach Schluß des Morgebetes noch je 2 Gebete und einen Psalm für jeden Tag der Woche folgen: die Liturgie der sogenannten »Maamadoth«, während die eigentlichen, aus Bibel und Talmud gesammelten Maamadothstellen wieder fortbleiben1). Mincha, Maarib- und Nachtgebet bewegen sich ganz im Rahmen unserer Gebete, vor dem Schlafengehen ist täglich die ודרי zu verrichten. In der Freitagabendliturgie hat Pechi statt לכה דודי und לכו נרננה bloß die Psalmen 29. 99. 100. 92. 93, jedoch die genaue Interpolation des ופרוש und einen etwas erweiterten מנן אבות. Das Morgengebet für Sabbat läßt wieder קדיש זברכו vermissen. Nach Beendigung desselben »pflegen jeden Sonnabend aus dem Gesetze und den Propheten gewisse, vorgeschriebene Partien vorgeSesen zu werden, worauf folgende Gebete gesagt werden«: nämlich die Segensprüche nach der Haftara. Noch folgt das Gebet für den Herrscher, ein מי שברך und ברוך ה׳ אשר נתן מנוחה, und die Vor־ mittagsliturgie ist zu Ende. Vor dem Abendgebete steht der Octonarus Psalmus (119), nachher Teile aus ויחן לך und א׳״ו״א בסימן טוב zusammengezogen. — Für den Neumondstag übersetzt er יעלה ויבא /ברכת החודש, sowie ganz Hallel und setzt hinzu: »es wären dafür noch mehrfache, teure, geheime Gebete«, die er für ein anderes Mal aufschiebi, da hier der I. Teil zu Ende. Der Festesteil beginnt mit dem Segenspruch über das Fort־ schaffen des Gesäuerten, der am 14. Nissan nach »3 Uhr Nach- ף Hingegen folgt nach אץ כאלהינו die Boraitha תנא דבי אליהו und dann der קדיש דרבנן von על ישראל angefangen; — also allenfalls für den Privatgebrauch.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.