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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 2 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 2
Article
Zweiter Nachtrag zur Geschichte der karäischen Familie Feruz
Date
1916-01-01
Page
Seite 151 (sequence 3)
Language
German
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’ Zweiter Nachtrag zur karäischen Familie Feruz. 151 Familie Feruz, und vielleicht ist der unsrige ein Vorfahr des gleichnamigen aus Eupatoria (nr. 44). In dieser Stadt, welche bis heute das Zentrum der russischen Karäer bildet, sowie in anderen Städten der Krim und in Südrußland; findet sich, wenn auch nicht allzuhäufig, der Name Feruz bei karäischen Familien bis auf die Gegenwart. Bekannt sind mir folgende: 48« Samuel b. Jehuda F. in Eupatoria 1841 (s. das Pränumeranten-Verzeichnis der karäisch-tatarischen Bibelübersetzung, Eupatoria 1841 )1). Dort starb auch am Freitag, den 27. Tammus 1841, 49. M os e b. J ef et F. (s. Firkowitsch, אבני זב רון, S. 223, nr. 27). Dessen Sohn war ohne Zweifel 50. Jefet b. Mose F. in Theodosia (tatarisch Kaffa) 1867—1888 <s. die Pränumeranten-Verzeichnisse von Aron b. Elias כתר תורה und von Isak Sinanis russisch geschriebener Geschichte des Karäismus, Heft 1). Ebenfalls in Theodosia 1888 lebte 5!. Mose b. Mordechaj F. (s. das zuletzt genannte Pränumeranten-Verzeichnis). Dann sind noch zu nennen: 52. Abraham b. G. (Gedalja?) F. in Melitopol 1888 (s. das.); 53. Isak b. G. (Gedalja?) F. in Nikolajew 1872—1S88 (s. das. und Pränumeranten-Verzeichnis von Isak b. Salomos אור הלבנה) und 54. G. (Gedalja?) F., ebendaselbst 1911 (s. die russisch-karäische Monatsschrift Karaimskaja Zhizn, Heft I1I/IV, August- September 1911, p. 133). Endlich begegnen wir dem Namen Feruz im XIX. Jahrhundert auch in Konstantinopel. Hier lebte in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Rabbiner, namens Salomo Kimchi, der mehrere halachische Werke verfaßt hat. Im Jahre 1862 edierte er in Salonichi eine Schrift, u. d. T. מלאכת שלמה, das Responsen, Novellen zu einigen talmudischen Traktaten, sowie Predigten enthält. Hier finden wir auch (fol. 8 c) die Frage behandelt, ob man einen Karäer in der mündlichen Lehre unterrichten darf oder nicht (שאלה ממני אי מותר לישראל ללמד תורה שבע*פ לבני מקרא אי לא אי דטו למים ואיכא משום מגיד דבריו ליעקב או ניטא לענץ לימוד התורה כישראל תשיבי ומותר מה דינו). Sie wird in verbietendem Sinne entschieden. Im Jahre 1865 wiederum edierte er in Smyrna Novellen zum Tur, u. d. T, נ) S. über diese Übersetzung meine Abhandlung in der Zeitschrift Keleti Szemle (Revue Orientale), XIII, (1912), p. 45, nr. iS. Die Prämimeranten-Verzeichnisse an der Spitze der karäischen Drucke, beginnend mit der Edition von Aron b. Josefs Mibchar (Eupatoria 1835), enthalten überhaupt viel Material für die Kenntnis karäischer Vor- und Familiennamen.

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